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Sandra Noeth und Frédéric Pouillaude

Zwei Vorträge und ein Dialog

Im Rahmen von "Violence of Inscriptions #3"

Was bedeutet es, sich selbst als Teil eines größer gefassten, kollektiven Körpers zu verstehen? Welchen Formen der – nach außen wie nach innen gerichteten – Gewalt begegnen wir, wenn wir an unseren Gemeinschaften festhalten und sie zu bewahren suchen?
In zwei kurzen Vorträgen und einem anschließenden Dialoge beschäftigen sich der Philosoph Frédéric Pouillaude und die Dramaturgin und Kulturwissenschaftlerin Sandra Noeth mit den unauflösbaren und beklemmenden Dimensionen kollektiver Einschreibungen. Die Geschichte und Praxis der Choreografie liefert dabei verschiedene Beispiele, in denen der  Körper als atomistische und individuelle Einheit beschrieben wurde. Darin drückt sich gleichermaßen die Notwendigkeit aus,  sich mit einem vagen Gefühl oder einem konkrete Konzept eines ‚Kollektiv-Körpers’ zu identifizieren bzw. es zurückzuweisen. In diesem Prozess der Herstellung beziehungsweise Dekonstruktion von Kollektivität stellt der Körper einer der entscheidenden Orte dar, an dem sich die Konsequenzen und letztlich auch die Gewaltsamkeit unserer choreografischen und politischen Einschreibungen zeigen.

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