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Foto: Priscilla Telmon
Vincent Monn "Rituals" Installation
Foto: Priscilla Telmon
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Vincent Moon "Rituals"

Im Rahmen von CTM 2016

Vincent Moon ist ein Weltwanderer, unabhängiger Filmemacher und Klangforscher, der sich die Erforschung globaler Musikpraktiken zur Aufgabe gemacht hat – von experimenteller elektronischer Musik bis hin zu sakralen Ritualen, bei denen Musik eine zentrale Rolle spielt. Sufismus in Tschetschenien oder Äthiopien, Ayahuasca-Rituale in Peru, Trance in Brasilien, Jathilan in Indonesien und Len Dong in Vietnam, die vielen Facetten von Moons Arbeit basieren auf seinen eigenen Reisen und Erfahrungen, anstatt akademischer Forschung, und erlauben es thematische Verbindungen zwischen Zeiten und Regionen zu ziehen. Seine von CTM in Auftrag gegebene Filminstallation „Rituals“ möchte durch die Verschränkung von Motiven althergebrachter Trance-Rituale und sakraler Praktiken der urbanen Gegenwart neue Perspektiven aufwerfen. Außerdem wird er am 30. Januar das Eröffnungskonzert der CTM 2016 mit gestalten.

Vom 30. Januar bis 7. Februar ist das CTM Festival erneut zu Gast im HAU Hebbel am Ufer. Das Programm des stets thematisch arbeitenden Berliner Musikfestivals entstand diesmal u.a. in Zusammenarbeit mit dem im Libanon geborenen Musiker Rabih Beaini und dem Schweizer Netzwerk Norient. Vor dem Hintergrund einer globalen Konfliktsituation, in dessen Zentrum die zunehmend radikal geführte Auseinandersetzung um Grenzziehungen und -auflösungen steht, schafft das CTM Festival 2016 mit dem Thema „New Geographies“ Räume für Musiken, die essentialistischen Kulturvorstellungen eine Absage erteilen und dazu beitragen, der Vielfalt einer zunehmend polyzentrischen, polychromatischen und hybriden (Musik-) Welt mit größerer Offenheit zu begegnen. Neben Auftragsstücken und Premieren präsentiert das Festival mehr denn je Künstler*innen aus Regionen jenseits der üblichen Hotspots.

Das komplette Festivalprogramm findet sich unter www.ctm-festival.de.
Vergangene Termine
Januar 2016, Februar 2016
Uraufführung 30.1.2016
Unterstützt durch das Institut français.

CTM 2016 wird gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien, des Musicboard Berlin und des Programm Creative Europe der Europäischen Union. In Zusammenarbeit mit transmediale, Kulturprojekte Berlin, SHAPE und SoCCos und vielen weiteren.