Tag Archives: Biopolitik

VERSCHOBEN: JUDITH REVEL – “LOB DES FLEISCHES. BIOPOLITIK UND GESCHICHTE”

Judith Revels Vortrag LOB DES FLEISCHES. BIOPOLITIK UND GESCHICHTE findet nicht wie angekündigt heute, sondern am Samstag, den 20. November, um 16:00 statt.

ZELLEN LIFE SCIENCE – URBAN FARMING

Dr. Stefanie Wenner, Kuratorin

Zellen sind keine geschlossenen Räume. Zellen sind Träger und Generatoren von Information. Zellen erzeugen Wachstum. Als Raum im Kloster verkörpert die Zelle einen Ort kontemplativer Zurückgezogenheit und mönchischer Ruhe. Revolutionäre Zellen wollen wuchern wie Krebs. Krebszellen sind potente Zellen wie Stammzellen. Etwas wird aus etwas, die Genese scheint vorhersehbar. Immer wieder hat sich politische Philosophie an der Metapher des menschlichen Körpers orientiert, einen funktionierenden menschlichen Organismus zum Vorbild von Gemeinschaft genommen. Weiter »

ZELLEN. LIFE SCIENCE – URBAN FARMING

Zellen sind nicht nur kleine Kammern, sie werden auch als Fabrik vorgestellt, als Motoren des Wachstums und von Veränderung. Als Keimzelle ist die Zelle das Merkmal eines Anfangs im Kleinen, als Gefängniszelle überwachbarer Ort für Delinquenten. Vielleicht hat Arjun Appadurai Recht und vertebrale Systeme, wie sie die Nationalstaaten verkörpern, kämpfen augenblicklich wie die Dinosaurier um ihr Überleben, während zellulare Systeme wie das global organisierte Kapital, Terroristen, aber auch Graswurzelglobalisierung das Rennen machen. Vielleicht aber wohnen wir einem viel größeren Paradigmenwechsel bei, dessen Schemen wir nur ahnen können. Die Kontrolle über zellulare Entwicklung auf dem biologischen Sektor jedenfalls lässt sich nur mit kritischer Distanz beschreiben.