Tag Archives: Kate McIntosh

WIE MAN GEWISSHEITEN AUFWEICHT

Kate McIntosh kommt heute aus Brüssel ins Hebbel am Ufer und gibt einen Workshop über kreative Verunsicherung: WE JUST DON’T KNOW. WIE MAN GEWISSHEITEN AUFWEICHT, ab 14:00 im HAU1.

Vor der Tür wird gegrilllt: Die Arena-Klasse der Ferdinand-Freilinggrath-Schule funktioniert den STADTSAFARI-Container vor dem HAU1 zum temporären Restaurant um. Ab 16 Uhr gibt es PRIVAT KINO im Container. Die Arena-Klasse bringt zwei Filme mit, aber welcher wirklich läuft, entscheidet das Publikum.

Abends ist auf der anderen Uferseite die Computerperformance der New Yorker Künstlerin Annie Dorsen zu erleben, mit anschließendem Publikumsgespräch. HELLO HI THERE um 20 Uhr im HAU3.

KATE MCINTOSH UND PASCALE PETRALIA UEBER ‘DARK MATTER’

In „Dark Matter“ benutzen Sie ein Format, das wir bereits aus einer Ihrer frü̈heren Shows kennen, nämlich aus „All Natural“: das ‚Late Night Show-Umfeld‘. Was macht diese Form für Sie so attraktiv?

Kate: Man kann wirklich stark mit dieser Form spielen, aber auch gegen sie. Die Menschen verstehen ihre Codes fast unmittelbar. Sie kennen sie aus Filmen, dem Fernsehen und von der Bühne. Diese Form gibt dem Publikum einen Schlüssel zum Ansehen der Show, es handelt sich also um eine miteinander geteilte kulturelle Sprache. Ich versuche nun, diese zu unterlaufen oder zu verzerren, um innerhalb dieses kulturellen Abkommens eine kompliziertere Sprache zu bilden. Eigentlich benutze ich in „Dark Matter“ mehr als ein Format: es gibt auch das ‚Happening für Laienwissenschaftler‘, das etwas Unbeholfenes und Ernsthaftes an sich hat, was nicht so recht in ein Show-Umfeld passt. Es bietet die Möglichkeit, die Welt anders zu betrachten, aus anderem Blickwinkel. Während es in der Late Night Show um visuelle Trickserei geht, soll der ‚wissenschaftlichere‘ Look Durch- und Einsicht gewähren sowie zum Verständnis beitragen. Diese Arbeitsweisen laufen gegeneinander. Weiter »