Tag Archives: Metaphern

DUNKLE MATERIE

Worin bestehen DIE NEUEN POLITIKEN DES LEBENS? Harvard-Professorin Sheila Jasanoff reflektiert diese Frage heute in ihrem Vortrag ZELLEN UND SOLIDARITÄTEN. Um 17 Uhr im HAU1.

Die politische Dimension der Biologie beleuchtet Wissenschaftshistoriker Staffan Müller-Wille in ZELLEN UND IHRE VERBINDUNGEN um 18 Uhr. Müller-Wille interessieren die vielfältigen Metaphern, die Zellen seit dem 19. Jahrhundert auf sich ziehen. Nicht nur vom Zellstaat war die Rede, sondern Zellen wurden auch mit Batterien, Fabriken, Postämtern und Parlamenten verglichen.

Anschließend feiern wir im Theatergarten HAU1 ein großes ERNTEFEST. Alle sind eingeladen!

Gegenüber performen derweil die Computer bei HELLO HI THERE unter Regie der New Yorker Künsterlin Annie Dorsen: Um 19 Uhr im HAU3. Danach wird es noch dunkler, als es eh schon ist: Im HAU2 läuft um 20 Uhr DARK MATTER von Kate McIntosh (Englisch mit deutschen Untertiteln). Wir verraten nur so viel: Es geht ums Strippen, ums Abblättern, Schicht für Schicht für Schicht für Schicht – Was bleibt übrig? Was werden wir ganz am Schluß wissen? Viel weniger! Ganz genau!

Der für den Nachmittag geplante Vortrag LOB DES FLEISCHES. BIOPOLITIK UND GESCHICHTE von Judith Revel aus Paris muss leider entfallen. Wir bitten um Verständnis.

Das Programm des Zellen-Festivals im Überblick

KATE MCINTOSH UND PASCALE PETRALIA UEBER ‘DARK MATTER’

In „Dark Matter“ benutzen Sie ein Format, das wir bereits aus einer Ihrer frü̈heren Shows kennen, nämlich aus „All Natural“: das ‚Late Night Show-Umfeld‘. Was macht diese Form für Sie so attraktiv?

Kate: Man kann wirklich stark mit dieser Form spielen, aber auch gegen sie. Die Menschen verstehen ihre Codes fast unmittelbar. Sie kennen sie aus Filmen, dem Fernsehen und von der Bühne. Diese Form gibt dem Publikum einen Schlüssel zum Ansehen der Show, es handelt sich also um eine miteinander geteilte kulturelle Sprache. Ich versuche nun, diese zu unterlaufen oder zu verzerren, um innerhalb dieses kulturellen Abkommens eine kompliziertere Sprache zu bilden. Eigentlich benutze ich in „Dark Matter“ mehr als ein Format: es gibt auch das ‚Happening für Laienwissenschaftler‘, das etwas Unbeholfenes und Ernsthaftes an sich hat, was nicht so recht in ein Show-Umfeld passt. Es bietet die Möglichkeit, die Welt anders zu betrachten, aus anderem Blickwinkel. Während es in der Late Night Show um visuelle Trickserei geht, soll der ‚wissenschaftlichere‘ Look Durch- und Einsicht gewähren sowie zum Verständnis beitragen. Diese Arbeitsweisen laufen gegeneinander. Weiter »