Tag Archives: Urban Farming

IM ZEICHEN DER PFLANZE

“WILDES GÄRTNERN, GEORDNETES FORSCHEN, URBANES NUTZEN”

DISKUSSION MIT LOTHAR WILLMITZER (BIOLOGE, MPI POTSDAM), RICHARD REYNOLDS (GUERILLA GARDENER), MARCO CLAUSEN & ROBERT SHAW (PRINZESSINNENGÄRTEN).
MODERATION TOBIAS MÜLLER.

Was kann der Stadtbauernhof von der molekularen Forschung lernen? Was die molekulare Forschung vom Guerilla Gardening? Drei Perspektiven auf die Arbeit mit Pflanzen, drei Ansätze, viele Möglichkeiten zur gemeinsamen Diskussion. Ein Abend im Zeichen der Pflanze. >>Mehr

Heute, 19.00 UHR, im HAU 1 – TICKETS BUCHEN

ZELLEN LIFE SCIENCE – URBAN FARMING

Dr. Stefanie Wenner, Kuratorin

Zellen sind keine geschlossenen Räume. Zellen sind Träger und Generatoren von Information. Zellen erzeugen Wachstum. Als Raum im Kloster verkörpert die Zelle einen Ort kontemplativer Zurückgezogenheit und mönchischer Ruhe. Revolutionäre Zellen wollen wuchern wie Krebs. Krebszellen sind potente Zellen wie Stammzellen. Etwas wird aus etwas, die Genese scheint vorhersehbar. Immer wieder hat sich politische Philosophie an der Metapher des menschlichen Körpers orientiert, einen funktionierenden menschlichen Organismus zum Vorbild von Gemeinschaft genommen. Weiter »

ZELLEN. LIFE SCIENCE – URBAN FARMING

Zellen sind nicht nur kleine Kammern, sie werden auch als Fabrik vorgestellt, als Motoren des Wachstums und von Veränderung. Als Keimzelle ist die Zelle das Merkmal eines Anfangs im Kleinen, als Gefängniszelle überwachbarer Ort für Delinquenten. Vielleicht hat Arjun Appadurai Recht und vertebrale Systeme, wie sie die Nationalstaaten verkörpern, kämpfen augenblicklich wie die Dinosaurier um ihr Überleben, während zellulare Systeme wie das global organisierte Kapital, Terroristen, aber auch Graswurzelglobalisierung das Rennen machen. Vielleicht aber wohnen wir einem viel größeren Paradigmenwechsel bei, dessen Schemen wir nur ahnen können. Die Kontrolle über zellulare Entwicklung auf dem biologischen Sektor jedenfalls lässt sich nur mit kritischer Distanz beschreiben.