18. November 2010 – 10:15
Das Performance-Projekt THE PERFECT HUMAN von Rosa Casado und Mike Brookes ist eine kollektive Studie menschlichen Verhaltens. Mit der Absicht, die größtmögliche Anzahl von Menschen verschiedener sozialer Hintergründe teilnehmen zu lassen, wird erkundet, was ‚menschlich‘- und was ‚perfekt‘-Sein bedeuten kann. Ein Dialog über Vorstellungen von menschlicher Perfektion, über tatsächliche Zerbrechlichkeit und Unvollkommenheit. Heute um 20:30 im HAU2.
Nach dem GARTENARBEITSTAG öffnet im HAU1 ab 20:00 die DONNERSTAGSPRAXIS in Verteidigung der Gärten. Blumen, politische Gemeinschaften und romantische Fragmente einer Postgründerzeit – Christoph Schäfer und die Buchpraxis b_books sprechen über Nutzungsweisen der Stadt, Brachen, Blumen und Sofas, die auf der Strasse bewohnt werden.
Die STADTSAFARI lässt heute rappen und flechten: Drob Dynamic gibt einen RAP WORKSHOP von 14 bis 17 Uhr, und ab 17:30 kann man afrikanische Flechtkunst im mobilen Container vor dem HAU1 lernen. Wenn ihr mitmachen wollte, meldet euch kurz per Mail an: stadtsafari2010@googlemail.com.
>>Das Programm des Zellen-Festivals im Überblick
Von Robert Shaw und Marco Clausen / Prinzessinnengärten

„Theater zu Parkhäusern“ hatte Thomas Meinecke in den späten 1970er Jahren in „Mode und Verzweiflung“ einmal gefordert. Nun, da die Zeit des motorisierten Individualverkehrs langsam aber sicher zu Ende geht, wird es an Parkplätzen schon bald keinen Mangel mehr geben. Nüchtern stellen wir fest: Das Auto geht, das Theater bleibt. Es bleibt, insofern es sich als Ort immer wieder neu zu erfinden vermag. Das ist es vielleicht, was wir am Hebbel am Ufer in den letzten Jahren zu schätzen gelernt haben: ein Theater, das kein Theater sein möchte, das auszieht, die Stadt zu finden, in die Schulen der Nachbarschaft, in die Neuköllner Wohnungen. Ein Theater in der Identitätskrise könnte man meinen. Das verbindet es mit den Prinzessinnengärten, auch so ein Ort, der den Erwartungen, die man an einen Garten stellt, nicht unbedingt gerecht wird. Weiter »
Von Bettina Bock von Wülfingen
Kennen Sie den Strasburger? Nicht? Dann gehören Sie eher zu den hobbygärtnerisch motivierten Lesern? Der Strasburger ist der Kurztitel für eins der, wenn nicht für das noch heute international meistgelesene botanische Lehrbuch in den Universitäten. Darin verfasste in der ersten Auflage 1894 Eduard Strasburger eine, wie es heute heißt, erste akkurate Beschreibung von Gymnospermen und Angiospermen, also letztlich aller ‚höheren‘ Pflanzen und ihrer Befruchtungsorgane. Er führte die Termini Nucleoplasma und Cytoplasma zur Bezeichnung der Grundstruktur der Zelle ein und gehörte zu den Ersten kurz vor der Jahrhundertwende, auf deren Untersuchung die Idee basierte, die Bewahrung der Eigenschaften von Pflanzen und deren Vererbung ginge über Strukturen im Zellkern vonstatten. Weiter »