Spielplan

Positionen, Projekte, Publikationen

Aktuelle Texte, Themen und Künstler*innen-Stimmen aus dem HAU, über das HAU

Die Vielen

Die Kulturinitiative der “Vielen” ruft für den 8./9. Mai zu “Glänzenden Aktionstagen” auf. 

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Das Ende als Zwischenspiel

Episode 1: Das stille Erdbeben / Von Jota Mombaça

Ausgehend vom Weltgeschehen in Zeiten der Corona-Pandemie erdenkt Mombaça eine diffuse Zukunft, in der Grenzen, Flucht und die Freiheit der Gedanken eine zentrale Rolle spielen.

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Falling Into Place (Englischer Text)

A note on “End Meeting for All” by Tim Etchells

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Digitale Logen, leere Stühle und chaotische Räume

Über Corona und Theater

In seinem Essay untersucht der Theoretiker, Dramaturg und Autor Georg Döcker den Einfluss der Coronakrise auf das Theater und beschreibt sozio-politische und machttechnologische Verschiebungen hin zur digitalen Theaterloge.

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Berlin bleibt! #2: #KeinHausweniger

Werkstatt für die Selbstverwaltung von Berliner Haus- und Kulturprojekten

Der Berliner Mietenwahnsinn betrifft nicht nur Wohnhäuser, sondern auch Stadt- Kultur- und Hausprojekte, die zahlreich in ihrer ihre Existenz bedroht sind. Hier fassen zentrale Initiativen aus der Kampagne #KeinHausweniger ihre Forderungen zusammen.

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Vom Virus lernen

Paul B. Preciado

Mitte März erkrankte Paul B. Preciado am Coronavirus. Der Vordenker auf den Gebieten Queer Studies und Philosophie des Körpers schrieb kurz darauf einen Text über das politische Seuchenmanagement von Covid-19. Er diskutiert darin den Begriff der Immunität in seiner politischen und medizinischen Dimension und zeigt auf, wie die über Jahre entwickelten Grenzpolitiken des Ausschlusses nun auf der Ebene des individuellen Körpers zum Einsatz kommen ...

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Between Hope and Hopelessness (Englischer Text)

Between March 15 and 18, HAU originally planned to show “A Melancholic Melody / A Will To An End – A Series of Works by Ligia Lewis”, including Lewis’ recent performance trilogy – “Sorrow Swag,” performed in a saturated blue, “minor matter,” a poetic work illuminated in red, and “Water Will (in Melody),” a gothic tale set in black and white. Unfortunately, this had to be cancelled in order to prevent a rapid spread of the coronavirus. Although it’s not a replacement of the live performance, you can read here an interview with Lewis, first published in Bomb Magazine.

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Reflektionen der Vergangenheit

Eszter Salamon im Interview

“HETEROCHRONIE / Palermo 1599–1920” imaginiert ein Kontinuum zwischen Leben und Tod, ein Zusammensein der Lebenden mit den Toten. Die geplanten Aufführungen am 8. und 9. April am HAU mussten wegen des Coronavirus abgesagt werden. Lesen Sie hier ein Interview von Bojana Cvejić mit der Choreografin Eszter Salamon.

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Gob Squad – Be Part of Something Bigger

Im neuen Buch “Gob Squad – What are you looking at?” schreibt Aenne Quiñones über die Anfänge des deutsch-britischen Kollektivs.

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Mit zwei neuen Arbeiten, die im Rahmen des Festivals “Spy on Me #2” am HAU zu sehen sind, erforschen Nadia Ross von STO Union und Liane Sommers von NewfrontEars die Möglichkeiten digitaler Mittel, Zweisamkeit und ein Gefühl von Gemeinschaft herzustellen.

Nadia Ross und Liane Sommers im Gespräch mit Annemie Vanackere und Maria Rößler

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Garden of Tangled Data / Für ein neues Ökosystem

Die Trennung von Natur, Kultur und Technik ist narzisstisch, sagen Chris Kondek und Christiane Kühl von doublelucky productions. Ihr “Garden of Tangled Data” hätte dieser Tage eigentlich im Rahmen des Festivals “Spy on Me #2” stattfinden sollte. Stattdessen teilt die Gruppe hier das Konzept dazu – ein Manifest für ein alternatives Ökosystem der friedlichen Koexistenz von Technologie, Pflanzen und Menschen.

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Eröffnung “Spy on Me #2. Künstlerische Manöver für die digitale Gegenwart – Onlineprogramm”

Von Annemie Vanackere, Intendantin und Geschäftsführerin des HAU Hebbel am Ufer, 19.3.2020

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Künstler*innenstimmen zur Frage “Was ist euer Manöver für die digitale Gegenwart?”

“Lerne, verschiedene Welten und mehrere Universen zu bewältigen. Sei in der Lage, zwischen verschiedenen analogen und digitalen Realitäten hin und her zu reisen. Schalte die digitalen Realitäten oft aus, trete aus ihnen gerade dann heraus, wenn du es am wenigsten möchtest, um so ihren Bann zu brechen und geerdet zu bleiben.”
Nadia Ross & Christian Lapointe

“Eine Art Autosabotage des Systems vornehmen, so dass dein Laptop anfängt, dir die folgende Nachricht zu senden: ‘Schau in den Himmel und starre nicht auf den Bildschirm.’”
Kat Válastur

Die Utopie Cyber-Freiheit zeigt immer deutlicher ihre Schattenseiten. Denn die Daten, die jede*r täglich generiert, werden ganz unterschiedlich genutzt – abhängig z.B. davon, wo man lebt und wie viel Geld man zur Verfügung hat.

Ein Essay von Frederike Kaltheuner und Nele Obermüller

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Künstler*innenstimmen zur Frage “Was ist euer Manöver für die digitale Gegenwart?”

“Mein Manöver ist per Definition Teil eines kollektiven Bestrebens: die neuen öffentlichen Bereiche, die sich in der Hand von großen Konzernen befinden – von den sozialen Medien bis hin zu Franchise-Unternehmen – nicht auf zu - geben, sondern sie ihren korrupten CEOs zu entziehen. Und das nicht, um sie zu nationalisieren, sondern um sie zu kooperationieren und damit ‘Nutzer*innen’ in Mitglieder neuer planetarischer Formen von demokratischem Eigentum und emanzipatorischer (Selbst-)Herrschaft zu verwandeln.”
Jonas Staal

“Bleib in Bewegung!”
NewfrontEars

Künstler*innenstimmen zur Frage “Was ist euer Manöver für die digitale Gegenwart?”

“Manöver = Prisma. Weil Technologie nicht neutral ist und die Zukunft nicht gerechter zu werden verspricht, widmet sich dgtl fmnsm den drängenden Fragen der Gegenwart über lustbetonte, transdisziplinäre Verdichtungen aktueller Diskurse und ästhetische Praxen in prismatischen Episoden. dgtl fmnsm agiert als ästhetisch forschendes Labor und diskursive Thesenschmiede der Zukunft, um so feministische Lösungsansätze körperlich und räumlich zu erfahren. ‘HOT MESS’ = Manöver”
dgtl fmnsm

“Ich drehe mich um mich selbst, bis das mich umgebende Informationschaos zu meinem normalen Seinszustand wird. Ich versuche dann, durchzu atmen – und meistens kann ich diese wilde Fahrt sogar genießen.”
Mette Ingvartsen

Während wir dabei sind, Technologien zu entwickeln, die es mit der menschlichen Intelligenz aufnehmen können, untersucht James Bridle unsere Beziehung zu anderen Formen von Intelligenz auf unserem Planeten.

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“Ich habe das Gefühl, dass es möglich ist, die Geschichte der Kolonisierung des weiblichen Körpers umzukehren und ihn aus der eigenen Stimme und Erfahrung heraus sprechen zu lassen“

Tümay Kılınçel im Gespräch mit Nora Amin über “Dansöz”

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Podcast “Burning Futures: On Ecologies of Existence”

#2 Fossil Economies, Degrowth Ecologies

Willkommen zum Podcast der HAU-Diskursreihe “Burning Futures: On Ecologies of Existence”. Die neue Diskursreihe des HAU Hebbel am Ufer befragt die derzeit um sich greifenden und durchaus apokalyptisch anmutenden Diskurse vom kommenden Ende vor dem Hintergrund einer wachsenden ökologischen Krise und sucht nach Handlungsmöglichkeiten.

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“Ich versuche Assoziationsräume zu ermöglichen”

Gedanken zu “Aurora” von Adrian Figueroa
 
Für “Aurora” hat Adrian Figueroa Gespräche mit Drogenkonsument*innen, ihren Angehörigen, Therapierenden und Selbsthilfegruppen geführt. Nach “Stress” (2017) ist es das zweite Theaterrechercheprojekt des Regisseurs und Video-Künstlers am HAU. Hier spricht er über seine Arbeitsweise, den Begriff “Dokumentartheater” und ein nötiges Level an Abstraktion.

 

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Woher ich komme

Ein Text von Masha Qrella

Im musikalischen Zwiegespräch mit ihren Mitmusikern und mit Hilfe der Gedichte von Thomas Brasch begibt sich Masha Qrella auf die Suche nach verlorenen Utopien und einer möglichen Haltung zu den Widersprüchen unserer Zeit. In diesem Text gibt sie einen Einblick in ihre persönliche Motivation für ihre Produktion “Woanders” und damit auch ihren eigenen popkulturellen Werdegang.

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Widersprüche als produktiver Zündstoff

“Alles wird zum Material”, sagt Aenne Quiñones über She She Pop. Das Zitat beschreibt die Arbeitsweise des Kollektivs und ist namensgebend für einen Schwerpunkt am HAU, der postdramatische Arbeiten in den Fokus rückt. Mit ihrer neuen Arbeit “Kanon” entwerfen She She Pop einen Kanon erlebter Momente der darstellenden Künste der vergangenen 30 Jahre aus der Erinnerung – zusammen mit ihrem Publikum und ausgewählten Gästen aus der Berliner Freien Szene.

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Podcast “Burning Futures: On Ecologies of Existence. #1 Facing Extinction!”

Willkommen zur ersten Ausgabe von “Burning Futures: On Ecologies of Existence” – der Podcast. Die neue Diskursreihe des HAU Hebbel am Ufer – initiiert von Margarita Tsomou (HAU) und kuratiert in Kooperation mit Maximilian Haas – befragt die derzeit um sich greifenden und durchaus apokalyptisch anmutenden Diskurse vom kommenden Ende vor dem Hintergrund einer wachsenden ökologischen Krise und sucht nach Handlungsmöglichkeiten ...

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“Manifestos for Queer Futures” Video-Dokumentation

Das HAU Hebbel am Ufer rief im Rahmen des Festival “The Present Is Not Enough – Performing Queer Histories and Futures” in Berlin lebende Künstler*innen dazu auf, ihre Manifeste zu einer queeren Zukunftsvision einzureichen. Aus 270 Einsendungen wurden 26 ausgewählt und im Juni 2019 auf der Bühne des HAU2 präsentiert. Jetzt steht die komplette Video-Dokumentation online zur Verfügung – in der chronologischen Reihenfolge der Performances.

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DDR neu erzählen

Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall ist die Geschichte der DDR noch nicht erzählt. In seinem Text "DDR neu erzählen" fordert der Historiker Karsten Krampitz "die Aufarbeitung der Aufarbeitung der DDR-Geschichte". Zusammen mit Luise Meier und Amanda Anfang ist Krampitz aktuell in der neuen Produktion von andcompany&Co. "1989: The Great Disintegration" zu sehen.

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Stonewall Uckermark Radio Show – 10 Hörstücke

Zum 50. Jahrestag der Stonewall-Aufstände zogen Tucké Royale, Johannes Maria Schmit und Schuldenberg Films Ende Juni mit einer 60 Teilnehmer*innen starken queeren Hologrammfamilie als Autokolonne durch die Uckermark. In der nordöstlichen Peripherie wurde in sicherer Entfernung zur Metropole Berlins der 50. Jahrestag der Stonewall Riots erinnert und gefeiert. Die zehn hier präsentierten Hörstücke wurden während der Fahrt in den Autos der Teilnehmer*innen gespielt und waren dramaturgisch auf die vorbeifliegenden Landschaften zwischen den Stationen abgestimmt.

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Ganz aus Zeit und Energie – Anmerkungen zum Choreografischen im Werk des Nature Theater of Oklahoma von Pieter T’Jonck

In den letzten Jahren hat das Nature Theater of Oklahoma viele verschiedene Richtungen eingeschlagen, aber kürzlich ist es für zur Choreografie als Hauptmedium zurückgekehrt. Mit “No President. A Story Ballet of Enlightenment in Two Immoral Acts” kehrt es zurück ans HAU.

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“Zuerst widersetzt du dich, dann weinst du. Dann rauchst du eine.”

Auszüge aus den Briefen von Nicoleta Esinencus Mutter

Familiäre Strukturen haben in der Republik Moldau nach dem Untergang der Sowjetunion eine besondere Bedeutung erlangt. In “Abolirea familiei / Die Abschaffung der Familie” fragt Nicoleta Esinencu nach dem Begriff der Familie im 21. Jahrhundert und erzählt mit ihren Performer*innen Geschichten, die Privates und Politisches spiegeln. Dies sind Auszüge aus Briefen von ihrer Mutter an sie.

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“Wir flirten mit der Zeitlichkeit von Desastern.”

Im Interview spricht Ariel Efraim Ashbel über seine neue Arbeit, über seine Poetik und seine Rolle als Regisseur. “no apocalypse not now” feierte Ende September 2019 beim steirischen herbst Premiere.

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Wohnungskrise in Berlin: Verdrängung als Geschäftsmodell

Der Sozialwissenschaftler Andrej Holm fasst den Status quo des Berliner Wohnungsmarktes zusammen.

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Mieterinnen stressen zurück

Als langjährige Mieterin einer Wohnung in Berlin-Kreuzberg ist Christiane Rösinger inzwischen zu einer Expertin in Sachen Modernisierung, Mietsteigerung und drohender Verdrängung geworden. Für ihr erstes Musical “Stadt unter Einfluss – das Musical” bringt die Musikerin und Autorin die Wohnungsfrage mit acht Musiker*innen und einem Chor aus Kreuzberger und Neuköllner Mietaktivist*innen auf die Bühne.

Ein Songtext

Vier Lektionen, die wir von Osteuropa über tektonische Veränderungen an der globalen LGBTIQ*-Front lernen können

Anlässlich des Festivals “The Present Is Not Enough – Performing Queer Histories and Futures” (20.–30.6. im HAU) fragen wir: Welche Narrative fehlen immer noch, wenn wir über queere Geschichte(n) sprechen? Als offen queerer Journalist aus der Ukraine beobachtet Maxim Eristavi, wie sich die LGBTIQ*-Communitys vor Ort einen größeren Safe Space schaffen. Gleichzeitig muss er für ganz Osteuropa konstatieren: Die Unterdrückung von LGBTIQ*-Leben wird in Zeiten von Globalisierung, Digitalisierung, weltweiter Migrationswellen und grenzenüberschreitender Hassbewegungen immer komplexer ...

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Anlässlich des Festivals “The Present Is Not Enough – Performing Queer Histories and Futures” (20.–30.6. im HAU) fragen wir: Welche Narrative fehlen immer noch, wenn wir über queere Geschichte(n) sprechen? Der Philosoph und Queer-Theoretiker Paul B. Preciado hat eine Antwort: Wir sagen Revolution!

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Der fürsorgliche Blick von Leviathans “Pink Files” aus dem Polen der 1980er-Jahre und das Problem mit der Privatsphäre

Vor “Hiacynt” war der homosexuelle Anteil der polnischen Bevölkerung für den Staat nahezu unsichtbar. Unter dem blumigen Namen wurden zwischen 1985 und 1987 umfangreiche Polizei- und Geheimdienstoperationen durchgeführt, um den “unbekannten” Bevölkerungsanteil schwuler Männer zu kontrollieren. Die Kulturwissenschaftlerin Ewa Majewska hat die Archive besucht und die Akten neu gelesen. In ­ihrem Essay erklärt sie, welche Rolle Privatsphäre für Queers in Polen spielt und was sie mit staatlicher “Fürsorge” zu tun hat.

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Anlässlich des Festivals “The Present Is Not Enough – Performing Queer Histories and Futures” (20.–30.6. im HAU) fragen wir: Welche Narrative fehlen immer noch, wenn wir über queere Geschichte(n) sprechen? In Jota Mombaças Tagebucheinträgen – weniger Dystopie als vielmehr poetische Beschreibung des Status quo – materialisiert sich die Hierarchie der Welt im Oben und Unten.

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“Ein orchestriertes Delirium”

Gedanken zu “Rolling” von Michael Laub

Im Juni feiert die neue Arbeit von Michael Laub am HAU Premiere. Der belgische Theatermacher kombiniert darin rund 200 Filmzitate mit Video, Theater, Tanz und Musik zu einer komplexen persönlichen Reflexion über das Verhältnis der Gattungen. Hier teilt er seine Gedanken zu “Rolling”.

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Wie eine Kettenreaktion

Isabelle Schad im Interview

Ende Mai feiert Isabelle Schads neue Arbeit “Reflection” am HAU Premiere. Die Choreografin beschließt mit diesem Stück ihre Trilogie über kollektive Körper. Im Interview spricht sie über ihre Recherchen zu Bewegungen und die Bühnen von HAU1 und HAU2.

Keine Ausreden mehr!

Natasha A. Kelly im Interview

Wenn in Deutschland über Feminismus gesprochen wird, bleibt die Schwarze Perspektive meistens außen vor, sagt die Autorin, Kuratorin und Filmemacherin Natasha A. Kelly. In “Schwarzer Feminismus” hat sie deshalb Grundlagentexte von Schwarzen Feministinnen zusammengestellt. Im Interview erklärt Kelly, warum Feminismus sich nicht ohne Rassismus denken lässt und was Schwarze Autorinnen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute geleistet haben.

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