Spielplan

20.–30.6.2019

The Present Is Not Enough

Performing Queer Histories and Futures

Das Jahr 2019 markiert das 50. Jubiläum des Stonewall-Aufstands: 1969 wehrten sich Mitglieder der New Yorker LGBTIQ-Community gegen ständige Polizeirazzien, entfachten so in den USA eine neue Befreiungsbewegung und setzen einen Kampf für gesetzliche und soziale Rechte in Gang. Gleichzeitig jährt sich 2019 die Gründung des Instituts für Sexualwissenschaft durch den deutschen Theoretiker Magnus Hirschfeld zum 100. Mal. Von diesen zwei bedeutenden historischen Ereignissen ausgehend, präsentiert das HAU Hebbel am Ufer ein interdisziplinäres Festival, das den Blick auf die Idee einer queeren Zeitlichkeit richtet. Das Festival untersucht sowohl politische als auch künstlerische Geschichte als Grundlage für den Entwurf von Zukunftsszenarien und für die aktive Gestaltung einer queeren Gegenwart. 

Welche Narrative fehlen immer noch, wenn wir über queere Geschichte(n) sprechen? Mit dem Festival leistet das HAU einen Beitrag zur Erinnerungspolitik, indem es künstlerische Positionen aus verschiedenen Ländern vorstellt, die bisher im Mainstream nur unzureichend abgebildet wurden.

Die Gegenwart ist nicht genug, solange weiterhin Menschen, die aus dem Raster von cis- und heteronormativen Strukturen fallen, weltweit verhaftet, verfolgt und getötet werden.

Queerness kann als Zukunftsvision verstanden werden. Die kommende Zeit ist von Menschen und ihrem Handeln geprägt, in dem sich schon jetzt das Potenzial für eine queere Zukunft zeigt. 

Mit Beiträgen von:

Sara Ahmed 
Travis Alabanza
Michał Borczuch
Maria Kulikovska
Mehdi-George Lahlou
Jota Mombaça
Carlos Motta
Moved by the Motion (Wu Tsang und boychild)
Mamela Nyamza
Karol Radziszewski
Jam Rostron 
Mária Takács
u. a.

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270 Künstler*innen haben im Zuge des Open Call ihre “Manifestos for Queer Futures” eingereicht. Die Bandbreite der Projekte war beachtlich: von Arbeiten mit kulturellen und soziopolitischen Referenzen über aktive Beschäftigungen mit der Vergangenheit bis hin zu Visionen für eine mögliche Zukunft. Die ausgewählten Ideen bestechen durch ihre kompromisslose und ernsthafte Annäherung an diese Themen sowie durch ihre künstlerische Originalität und scharfsinnige Perspektive. 

Das künstlerische Team des HAU Hebbel am Ufer hat die folgenden Arbeiten für das Festival “The Present is not Enough” ausgewählt: 

Ania Nowak
Bráulio Bandeira & Nicky Miller & Stasys Zak
Candice Nembhard
Cointreau On Ice
Elisa Purfürst & Joni Barnard & Mmakgosi Kgabi
Ian Kaler
Isaiah Lopaz
Iury Trojaborg & Ming Poon
Jair Luna
Jeremy Wade
Johannes Müller & Philine Rinnert
Keith Zenga King
Kübra Varol
Mohamedali Ltaief
Neo Hülcker
Olympia Bukkakis & Isabel Gatzke
Parisa Madani
Pêdra Costa
Political Fatties ft. Antigoni Tsagkaropoulou 
Przemek Kaminski
Quilombo Allee 
Ricardo De Paula
Romily Alice Walden
Sanni Est
Simon*e Jaikiriuma Paetau
Tucké Royale & Hans Unstern & Orlando de Boeykens 

Wir möchten allen Teilnehmenden für die Zeit und Arbeit sowie ihre Ideen danken, die sie in die eingereichten Konzepte investiert haben, und freuen uns auf die Präsentation der Projekte Mitte Juni 2019 im HAU2 (das Veranstaltungsdatum wird noch bekannt gegeben). 

 

“The Present Is Not Enough – Performing Queer Histories and Futures”. Ein Festival des HAU Hebbel am Ufer. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.  

“Manifestos for Queer Futures”. Ein Projekt des HAU Hebbel am Ufer. Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

“The Present Is Not Enough – Performing Queer Histories and Futures”. Ein Festival des HAU Hebbel am Ufer. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.  

“Manifestos for Queer Futures”. Ein Projekt des HAU Hebbel am Ufer. Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.