Spielplan

Pierre Bastien & Tomaga & Joasihno

Konzert

Einlass: 19 Uhr

Musik

Mit dem französischen Multi-Instrumentalisten und Komponisten Pierre Bastien, dem britisch-italienischen Experimental-Duo Tomaga und der in München ansässigen Band Joasihno begibt sich das Publikum in eine Versuchsanordnung. Die Musiker*innen werden ihre Sets zu einer Konzertinstallation ineinander mäandern: Patterns spielende Roboter treffen auf analoge Elektronik, Industrial nähert sich Jazz und ein Metallbaukasten voller globaler Klangwelten transzendiert in psychedelischer Repetition.

Der Traum eines Komponisten: Ein Orchester auf der Fingerspitze, das jeden Befehl sanft ausführt. Ein zeitlos klingendes Orchester, futuristisch und ein wenig dadaistisch zugleich, das in seiner erstaunlich sinnlichen Musik uralte Traditionen heraufbeschwört. Dies ist, in nur wenigen Worten beschrieben, Pierre Bastiens “Mecanium” – eine Art Tagtraum, den er seit 1976 verfolgt. Die Musiker seines Orchesters sind Maschinen. Bastiens “Orchestre mecanique”, ein Orchester voller Metallbaukastenteilen und Instrumenten aus aller Welt, die – von Elektromotoren betrieben – je eine kurze Melodie oder einen Rhythmus als Loop wiederholen. Die Idee dahinter ist einfach, wirksam und poetisch. Traditionelle Instrumente (chinesische Laute, marokkanisches Bendir, javanisches Saron, Koto, Geige, Sanze etc.) werden von einem mechanischen Instrument aus Teilen eines Meccano-Metallbaukastens und recycelten Plattenspieler-Motoren gespielt. Diese hybriden und selbstspielenden Sound-Skulpturen führen eine Serie von kurzen hypnotischen Stücken vor. Bastien spielte in den 1980er-Jahren mit Pascal Comelade im Belcanto Orchestra, arbeitete an zahlreichen Musikprojekten (u.a. mit Robert Wyatt, Aphex Twin oder Issey Miyake) produzierte Musik für Theaterstücke und studierte an der Sorbonne die Literatur des 18. Jahrhunderts.

Das aus Valentina Magaletti und Tom Releen bestehende Duo Tomaga transformiert diverse Elemente aus Industrial, Jazz, Psychedelic Rock und Minimal in eine komplexe wie verspielte, durch Improvisation atmende Klangreise. Tomaga teilten sich Bühnen mit Thurston Moore, Wire, Deerhoof, Silver Apples, FAUST und anderen.

Joasihnos Musik ist inspiriert von experimentellen Pionieren wie Mort Garson und der Melancholie der Kraut-Elektronika, mit Interesse an der zeitgenössischen Musikproduktion und in großer Bewunderung der Kanons von Moondog und den Patterns von Steve Reich – psychedelische Maschinen-Musik aus München. Live experimentieren Cico Beck (The Notwist), Aloah Input und Nico Sierig mit Robotor-Instrumenten, Klanginstallationen, analogen Synthesizern, Percussions und Computer-Elektronik.
 

Termine

  • Vergangen
    Fr 10.5.2019, 20:00 / HAU2

Spielorte

HAU2
Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin

Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus (in der Großbeerenstraße) vorhanden. Rollstuhl-Rampe und Aufzug vorhanden. Behindertengerechte Sanitäranlagen vorhanden. Zur Anmeldung im Vorhinein wird geraten unter service@hebbel-am-ufer.de.