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Foto: Dorothea Tuch
Mit Margarita Tsomou, Stefanie Lohaus, Chris Köver, Sonja Eismann
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10 Jahre Missy Magazine
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10 Jahre Missy Magazine
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10 Jahre Missy Magazine
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Mit Encarnación Gutiérrez Rodríguez und Mithu Sanyal
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10 Jahre Missy Magazine
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Mit Encarnación Gutiérrez Rodríguez
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Mit Encarnación Gutiérrez Rodríguez
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Performance von Aranxia Martínez im Rahmen von "10 Jahre Missy Magazine"
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Logo des Hebbel am Ufer

Re_Centering – Intersektionale Räume im Feminismus

Mit Noah Sow, Encarnación Gutièrrez Rodríguez, EOTO, Generation ADEFRA, International Women’s Space, maiz, RomaniPhen und LesMigraS

Im Rahmen von “10 Jahre Missy Magazine"

In Zusammenarbeit mit Diversity Arts Culture, dem Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung, möchte das Missy Magazine zum 10-jährigen Jubiläum einen Raum eröffnen, der die Perspektiven von Frauen* of Colour auf den gegenwärtigen Feminismus in den Vordergrund stellt und damit eine häufige Leerstelle im feministischen Mainstream benennt. Der Abend beginnt mit einer Performance-Lecture von Noah Sow. Die bekannte Aktivistin, Autorin und Künstlerin setzt mit ihrer Lecture Performance den Auftakt. Da weiße feministische Initiativen ihre Räume meist nicht intersektional gestalteten, gründeten Women of Color in Deutschland ihre eigenen Vereine, obwohl sie kaum über eigene Ressourcen verfügten. Einige dieser Organisationen werden gewürdigt und vorgestellt: ADEFRA roots (Jasmin Eding), RomaniPhen (Isidora Randjelović), maiz (Luzenir Caixeta), EOTO (Karen Taylor), International Women´s Space (Jennifer Kamau) und LesMigraS (Pum Kommattam). In Gesprächsrunden diskutieren sie Fragen von Ausschlüssen im weiß dominierten Feminismus, von Repräsentation von Strategien der Allianzbildung und der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen. Der diskursive Teil schließt mit einem Vortrag der Soziologin Encarnación Gutièrrez Rodríguez.

FeMigra Reloaded. Migrantischer Feminismus und Bündnispolitik.
Der aktuelle Diskurs um intersektionalen Feminismus erweckt leicht den Eindruck, als wären erst in den letzten Jahren neue Perspektiven im Feminismus erkämpft worden. Dabei gibt es auch in Deutschland eine lange Tradition des intersektionalen Feminismus.
In ihrem Vortrag bietet Encarnación Gutièrrez Rodríguez eine historische und rassismuskritische Perspektive auf vergangene und fortwährende (queer-) feministische Kämpfe. Anhand der Gruppe FeMigra (Feministische Migrantinnen), die in den 1990ern in Frankfurt aktiv war, zeichnet sie den Weg des migrantischen Feminismus und der feministischen Bündnispolitik in Deutschland nach - ein Weg, der von Kontinuitäten aber auch von Brüchen geprägt war. Im Anschluss geht sie der Frage nach, welche Errungenschaften sich heute abzeichnen und wo Leerstellen bleiben.
Wie kaum eine andere bereitete Encarnación Gutièrrez Rodríguez mit ihrer Arbeit einem gesellschafts- und rassismuskritischen Feminismus in Deutschland den Weg. Encarnación Gutiérrez Rodríguez ist Professorin für Allgemeine Soziologie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und Series Editor der Anthem Series Studies in Decoloniality and Migration. Zurzeit arbeitet sie gemeinsam mit Pınar Tuzcu an einem Projekt zu migrantischem Feminismus und deren intersektionalen Erkundungen in den 80er und 90er Jahren.
Anschließend diskutieren alle Beteiligten im großen Plenum die über den Tag hinweg aufgeworfenen Fragen. 

J, a folk-striptease in 4 von Arantxa Martínez
Im Anschluss an den diskursiven Teil zeigt die Performerin und Tänzerin Aranxta Martinez ihre Performance "J, a folk-striptease in 4“", in der traditionelle Bilder von Weiblichkeit in Volkstänzen unterwandert und in neue Repräsentationen von weiblicher Nacktheit und Sexualität überführt werden.

Kurze Beschreibungen und Weblinks der Organisationen:

Generation ADEFRA
Kulturpolitisches Forum von und für Schwarze Frauen in Deutschland, gegründet Mitte der 80er Jahre, inspiriert durch Audre Lorde, um relativ isolierte Schwarze weibliche Subjekte in Deutschland mit ihren zum Teil sehr unterschiedlich entwickelten Lebensinteressen nicht nur zusammenzubringen, sondern auch auf Dauer zusammenzuhalten

RomaniPhen
Feministisches Rromnja-Archiv, produziert und archiviert kritisches Rromani–Wissen, um verschüttete Rromani-Geschichte, Perspektiven und Gesellschaftsanalysen sichtbar zu machen und zu verbreiten

International Women's Space
Eine feministische Gruppe von migrantischen und geflüchteten Frauen sowie Frauen ohne diese Erfahrung, aktiv gegen Rassismus, Sexismus und andere intersektionale Diskriminierung, gegründet 2012 in der von Geflüchteten besetzten Gerhart-Hauptmann Schule, Berlin

maiz
Autonomes Zentrum von und für Migrantinnen - verknüpft kritische soziale Arbeit mit Bildung, Kultur, Forschung und gesamtgesellschaftlichem Engagement mit dem Ziel, politische und kulturelle Partizipation von Migrantinnen in Österreich zu fördern. Bei maiz arbeiten Menschen, die die Veränderung ungleicher Verhältnisse anstreben und neben Beratungs- und Bildungsangeboten auch politische Kulturarbeit, öffentliche Aktionen und wissenschaftliche Forschungsprojekte durchführen.

Each One Teach One (EOTO)
Community-basiertes Bildungs- und Empowerment-Projekt in Berlin. Im Jahr 2012 gegründet, eröffnete der Verein im März 2014 als Kiez-Bibliothek seine Türen und ist seither ein Ort des Lernens und der Begegnung. EOTO e.V. setzt für die Interessen Schwarzer, Afrikanischer und Afrodiasporischer Menschen ein

LesMigraS
Antidiskriminierungs- und Antigewaltbereich der Lesbenberatung Berlin e.V. , der sich hauptsächlich gegen Mehrfachdiskriminierung bzw. für Selbstermächtigung und Vernetzung lesbischer, bisexueller, queerer und trans* Migrant_innen und von Schwarzen lesbischen, bisexuellen und queeren Frauen und Transmenschen engagiert, sowie für die Bekämpfung von Gewalt und Diskriminierung von lesbischen, bisexuellen und queeren Frauen und Transmenschen im Allgemeinen.





Vergangene Termine
Oktober 2018
Deutsch mit englischer Simultanübersetzung und Übersetzung in deutsche Gebärdensprache
Moderation
Natascha Anahita Nassir-Shahnian, Mithu Sanyal, Tran Thu Trang und Thembi Wolf
Kuratiert von Margarita Tsomou (Missy Magazine) im Austausch mit Bahareh Sharifi (Diversity Arts Culture).