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Foto: David Baltzer
Tunix-Kongress 1978
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Wiedersehen in TUNIX!
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Logo des Hebbel am Ufer

Wiedersehen in TUNIX!

Eine Revision der Berliner Projektekultur

Vom 27. bis 29. Januar 1978 trafen sich an der Technischen Universität in West-Berlin alle denkbaren Interessengruppen der undogmatischen Linken – Spontis, Freaks und Theoriestars – zum legendären Tunix-Kongress. Rund 20.000 Teilnehmer*innen folgten nach den lähmenden Erfahrungen des “Deutschen Herbstes” der Einladung zu einem “Treffen all derer, denen es stinkt in diesem, unserem Lande”. Der Titel war nicht Programm: In einer Atmosphäre von Diskussion, Aktion und Party fanden lebhafte Debatten statt, unter anderem zu alternativer Energiegewinnung, selbstverwalteten Jugendzentren, Neonazis in der Bundesrepublik, Feminismus und Ökologie, “neuer” Theorie aus Frankreich und Überleben im Stadtteil. Neben der Gründung der Tageszeitung taz wurden unzählige selbstorganisierte Projektformen angestoßen. Es ging um pragmatisch erreichbare Ziele, der Begriff “Projekt” stand für Vernetzung, Selbstverwaltung und selbstbestimmte Aktivitäten. Wir leben heute in einer Welt der Projekte und flüssigen Strukturen mit all ihren Ambivalenzen. 40 Jahre später gilt es, diese Ambivalenz in unterschiedlichen Formaten zur Sprache zu bringen und den Projektbegriff auf seine politischen Anliegen hin zu befragen. In dichter Abfolge laden szenische Lesungen, Diskussions-, Film-, Vortrags-, Performance- und Musikformate zur Debatte ein. Die begleitende Publikation beinhaltet Bildmaterialien, historische Dokumente und aktuelle Textbeiträge.
Das “Berliner Heft zu Geschichte und Gegenwart der Stadt #7“ (160 Seiten) gibt es gedruckt und als E-Book und es ist im Ticketpreis inbegriffen.
Vergangene Termine
Dezember 2018
Deutsch
ca. 8 h
Produktion: Heimo Lattner/Annette Maechtel/Birgit Effinger/Anina Falasca. Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer. In Kooperation mit Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt. Gefördert durch: Hauptstadtkulturfonds.