/
Foto: Ursula Kaufmann
MONUMENT 0.5: The Valeska Gert Monument von Eszter Salamon & Boglárka Börcsök
Foto: Ursula Kaufmann
Foto: Ursula Kaufmann
MONUMENT 0.5: The Valeska Gert Monument von Eszter Salamon & Boglárka Börcsök
Foto: Ursula Kaufmann
Foto: Ursula Kaufmann
MONUMENT 0.5: The Valeska Gert Monument von Eszter Salamon & Boglárka Börcsök
Foto: Ursula Kaufmann
/
/
Logo des Hebbel am Ufer

Eszter Salamon & Boglárka Börcsök

MONUMENT 0.5: The Valeska Gert Monument

"Das Valeska Gert Monument", konzipiert und geleitet von Eszter Salamon und entwickelt in Zusammenarbeit mit der Künstlerin und Performerin Boglárka Borcsök und Lichtdesignerin Sylvie Garot, besteht aus einer Reihe von performativen Akten, deren Ausgangspunkt Leben und Werk der deutschen Künstlerin Valeska Gert bilden. Obwohl Teil der künstlerischen Avantgarde, wandte Gert sich schon kurz nach dem Aufkommen des Modernen Tanzes von diesem ab. In den frühen 1920er-Jahren entwickelte sie Performances, in denen sie Theater, Tanz, Kino, Dichtung und Gesang zu einer für die damalige Berliner Kabarettszene charakteristischen Mischung verband. Auch während der Naziherrschaft experimentierte sie in ihrer radikalen Kunst mit Gender und ethnischer, nationaler und stilistischer Identität, anders als berühmte Zeitgenossen, die sich dem herrschenden künstlerischen Zeitgeist unterwarfen. Ungeachtet ihrer ästhetischen Furchtlosigkeit und ihrer provokativen und anarchischen Intensität wurde Valeska Gerts Bedeutung für die Geschichte von Kunst, Tanz und Performance lange nicht gebührend gewürdigt.

Eszter Salamons MONUMENT-Reihe ist nicht in erster Linie ein Tribut oder ein Gedenken an die Vergangenheit, vielmehr geht es Salomon um einen anderen Umgang mit der Geschichte. Entsprechend geht es beim „Valeska Gert Monument“ nicht allein um Neuinterpretationen und historische Dokumentation. Gemeinsam mit Boglárka Börcsök übertragt sie eine künstlerische Energie aus der Vergangenheit in unsere heutige Zeit, indem sie Fragmente oder expressive Spuren aufgreift und halluzinativ wiederbelebt.

In diesem performativen Denkmal füllen Autobiografie und Fantasie historische Lücken, gleichzeitig wird durch Einfühlung ein Gefühl der Intimität geschaffen. Dieser spekulative Geschichtsansatz führt zu unerwarteten Bedeutungen und überraschenden Verwandtschaften mit der Gegenwart.
Aktuelle Termine
Sa 13.04.2019, 20:00 / HAU1
So 14.04.2019, 17:00 / HAU1
Deutsch und Englisch
90 Min.
Konzept und Künstlerische Leitung
Eszter Salamon
Künstlerische Mitarbeit
Boglàrka Börcsök
Choreografie & Text
Boglàrka Börcsök, Valeska Gert, Eszter Salamon
Performance
Boglàrka Börcsök, Eszter Salamon
Licht & Szenografie
Sylvie Garot, Eszter Salamon
Ton
Bart Aga, Marius Kirch
Technische Leitung
Matteo Bambi
Kostüm
Ann-Catherine Kunz
Schneiderin
Marie Eva Rodriguez, Gisèle Charles
Bühnenbildbau
Atelier de Nanterre-Amandiers
Produktions- leitung
Botschaft Gbr / Alexandra Wellensiek, Studio E.S / Elodie Perrin
Dank an
Liza Baliasnaja, Mario Barrantes Espinoza, Nestor Garcia Diaz, Robin Diehl, Stefanie Lingener, Marie Messien, Herman Sorgeloos, Yvonne White
Koproduktion: PACT Zollverein (Essen), City of Women (Ljubljana), Théâtre Nanterre-Amandiers, Kaaitheater Brüssel. Gefördert durch: NATIONALES PERFORMANCE NETZ (NPN) Koproduktionsförderung Tanz aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Unterstützt durch: Fondation Boghossian - Villa Empain, Museum der Moderne Salzburg, DRAC - Regionaldirektion für kulturelle Angelegenheiten von Paris - Ministerium fur Kultur und Kommunikation, Fonds Transfabrik - deutsch-französischer Fonds für darstellende Künste.