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Foto: Eva Würdinger

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Invisible Piece #2 von Laurent Chétouane
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Laurent Chétouane

Invisible Piece #2: As if there were no end

Tanz wird hauptsächlich dem Reich des Sehens zugeordnet und dazu aufgerufen, visuelle Ausdrucksformen zu entfalten, die ein Bild unserer Zeit oder einer utopischen Vorstellung darstellen sollen. Es scheint aber heute schwierig, Vorstellungen eines anderen Morgen zu entwickeln. Als ob die Zeit der Blindheit eingetreten wäre. Laurent Chétouane untersucht in “Invisible Piece #2”, wie das Dispositiv “Theater”, das im westlichen Kontext immer mit der Frage der Sichtbarkeit einer Vorstellung verbunden war, auf diese Diagnose reagieren könnte: Kann man ein mögliches Ende der Epoche der Repräsentation tanzen? Nicht als apokalyptische Vision oder letzter “Totentanz” auf dem Vulkan, sondern als Öffnung zu einem anderen Körper: Der, der hört, und dadurch seine Umwelt anders wahrnimmt. Was bedeuten dann noch Zusammensein, Dialog, Kultur, wenn uns keine Bilder mehr zusammenhalten können, sondern nur noch ein Boden, auf dem diverse Rhythmen zur Koexistenz gebracht werden? Was bedeutet dann noch Tanzen? Musik werden? Als Utopie nach dem Ende?

Protagonisten auf der Suche nach dieser Transformation sind Youness Khoukhou und Mikael Marklund, begleitet live von Artiom Shishkov mit Johann Sebastian Bachs “Sonate für Solo Violine Nr. 3 in C-Dur”.

Im Anschluss an die Vorstellung am 6. Dezember findet ein Artist Talk mit Laurent Chétouane und Sandra Noeth statt. Sandra Noeth ist Professorin am HZT - Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin und arbeitet international als Kuratorin und Dramaturgin an ethischen und politischen Perspektiven auf Körperpraxis und -theorie.
Vergangene Termine
Dezember 2018
ca. 60 min
Choreografie
Laurent Chétouane
Mit
Youness Khoukhou, Mikael Marklund
Musik
Artiom Shishkov (Violine)
Licht
Philippe Gladieux
Kommunikation
k3 Berlin
Produktion
Christine Kammer, Hendrik Unger
Premiere 6.12.2018
Produktion: Invisible GbR. Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer, Kampnagel Hamburg. Gefördert durch: Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Unterstützt durch: Dock11/Eden*****Berlin.