19.–21.3. / HAU1
WikiLeaks hat den Journalismus revolutioniert, indem es die Art und Weise verändert hat, wie öffentliche Informationen erstellt und abgerufen werden. Was ist heute von diesem Geist übrig geblieben? Wie haben sich Gesellschaft und Politik verändert, seit WikiLeaks global geworden ist? Dieses Symposium des Disruption Network Lab bringt das WikiLeaks-Team, Journalist*innen, Anwält*innen, Expert*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen zusammen, die sich mit den Themen der WikiLeaks-Enthüllungen befasst haben.
Whistleblower*innen aus der NSA, der CIA, dem FBI und dem Militär geben Einblicke aus erster Hand in die aufgedeckten Machtstrukturen. Behandelt werden unter anderem die Beweggründe für die Arbeit von WikiLeaks, die Auswirkungen der Enthüllungen auf Krieg und den militärisch-industriellen Komplex, Geheimdienstarbeit, Überwachung, Unternehmens- und Regierungsgeheimnisse, sowie neue Wege für Aktionen und Widerstand.
WikiLeaks-Gründer Julian Assange ist frei. Er war gezwungen, sich schuldig zu bekennen, um einer lebenslangen Haftstrafe für Vorwürfe zu entgehen, die niemals gegen ihn hätten erhoben werden dürfen, da er eine journalistische Tätigkeit ausgeübt hatte: die Aufdeckung von Verbrechen. Die Aufdeckung von Menschenrechtsverletzungen, Unternehmensvergehen oder Regierungsgeheimnissen ist ein wichtiger Dienst an der Öffentlichkeit. Während viele frühere Veranstaltungen die Bedeutung der Arbeit von Julian Assange und seine Verfolgung hervorgehoben haben, haben nur wenige versucht, die Gründe für die Fortsetzung der Arbeit von Wikileaks fortzusetzen. Außerdem werden die konkreten Folgen der Enthüllungen für die Gesellschaft analysiert. Es ist nicht nur notwendig, die Gründe für diese Praxis zu verstehen, die zu mutigen Handlungen gegen Machtsysteme geführt habt, sondern auch die direkten Auswirkungen der Arbeit von WikiLeaks auf die reale Welt zu analysieren.
Dieses Symposium untersucht die Lehren, die aus WikiLeaks gezogen wurden, und verbindet sie mit aktuellen Ereignissen. Inspiriert von den Rubriken der WikiLeaks-Website bieten sechs Podiumsdiskussionen Einblicke von Expert*innen, die die von WikiLeaks untersuchten Machtsysteme erlebt und aktiv an den Enthüllungen mitgearbeitet haben. Es wird beleuchtet, warum es wichtig ist, Informationen frei und zugänglich zu halten und von der Methodik zu lernen, die Julian Assange und das WikiLeaks-Team vorgeschlagen haben. Außerdem soll eine Plattform für Synergien und die Entwicklung von Strategien und Maßnahmen für die Zukunft geschaffen werden.
Die Arbeit von WikiLeaks wird als Inspiration für zukünftige Erfahrungen im Journalismus, in der Pressefreiheit und im vernetzten Widerstand sowie für neue künstlerische und aktivistische Interventionen und verteilte Methoden der Bereitstellung offener Informationen präsentiert.




