Theresa Reiwer

Biografie

Theresa Reiwer ist eine (post)digitale Künstlerin aus Berlin. In begehbaren, oft interaktiven Mehrkanal-Video- und Rauminstallationen erkundet sie den Grenzbereich von physischer und digitaler Welt. Kollaboration ist ein zentraler Bestandteil ihrer künstlerischen Praxis und geschieht in Teams u. a. aus den Bereichen Creative Coding, Gaming, 3D-Design und Text.

Ausgehend von soziopolitischen wie popkulturellen Ereignissen entwickelt sie Narrationen, die Realität und Fiktion verschränken. Lecture-Elemente werden von fiktionalen Charakteren dialogisch vermittelt, Recherchen künstlerisch stilisiert und in spekulative Szenarien überführt. Ein Fokus liegt auf Künstlicher Intelligenz, die Reiwer sowohl als Spiegel gesellschaftlicher Paradigmen als auch als Werkzeug zur Imagination alternativer Zukunftsentwürfe untersucht.

Ihre Arbeiten werden international u. a. bei Ars Electronica, Next Level Festival, Chengdu Biennale, Aargauer Kunsthaus, Asia Digital Art Exhibition Beijing sowie in Städten wie Basel, Berlin, Eindhoven, Graz, Istanbul, Kassel, Madrid, Miami, Stockholm und Zürich gezeigt.

Als Speakerin trat Theresa Reiwer bereits auf Symposien auf, nahm an Paneldiskussionen (u.a. Ars Electronica Export in Istanbul und ZHdK, Zürich/CH) teil und übte Gastlehraufträge aus (HTW Berlin). Selbst studierte sie an der FU Berlin (Filmwissenschaft, Theaterwissenschaft), der kunsthochschule berlin weißensee (Freie Kunst, Bühnenbild/Deutschlandstipendium) und der Bilgi Üniversitesi Istanbul (Medienkunst). Reiwer wurde mit dem Lumen Prize Gold Award (London, 2024), dem BBA Artist Prize (2024, Berlin) und dem Mart Stam Preis (2019, Berlin) ausgezeichnet.

Produktionen