Anan Fries ist ein*e interdisziplinäre*r Künstler*in und lebt zwischen Basel und Berlin. They nutzt neue Technologien, um phygitale Erlebnisse zu schaffen, die zum Nachdenken anregende Perspektiven bieten. Fries schafft Installationen, Performances, VR- und Videoarbeiten, die vom posthumanistischen und xenofeministischen Diskurs beeinflusst sind. Fries’ Arbeiten beschäftigen sich mit Themen wie Transformation, Reproduktion und den Verflechtungen von Natur und Technologie. Die künstlerische Praxis ist geprägt von einer kritischen Reflexion über die eingesetzten Technologien, deren Verbindung zu Machtstrukturen und dem Potenzial für sozialen Wandel. Fries’ Forschungsgebiete umfassen nicht-normative Darstellungen schwangerer Körper, die Zukunft der menschlichen Fortpflanzung, De-Extinktion, Techno-Spiritualität und künstliche Sexualität. Jedes Werk ist das Ergebnis umfangreicher künstlerischer und philosophischer Forschung. They betrachtet das Teilen von Erkenntnissen in Vorträgen und Workshops als einen wesentlichen Aspekt der eigenen künstlerischen Praxis, ebenso wie die Organisation von Veranstaltungen und Ausstellungen. Fries’ VR-Essay über posthumane schwangere Körper “[POSTHUMAN WOMBS]” wurde unter anderem beim IDFA DocLab Amsterdam, bei DOK Leipzig, beim GIFF Genf, in der Konsthall C Stockholm und im HEK Basel gezeigt. They wurde 2023 mit dem 3. Preis des VR Art Prize ausgezeichnet. Fries’ phygitale Beerdigung für einen ausgestorbenen Vogel “R.I.P. – Resurrect in Peace” wurde auf der Berlin Art Week 2024 präsentiert. They arbeitet regelmäßig mit dem HAU Hebbel am Ufer zusammen. Im Jahr 2025 nahm they am Ostasien-Residenzprogramm von Pro Helvetia teil und war Artist in Residence bei der transmediale. Fries’ Arbeit “Artificial Sex Ep. 1 & 2” wurde 2025 mit dem IDFA DocLab Award for Digital Storytelling ausgezeichnet und erhielt 2026 den Sonderpreis der Jury bei den Breakthroughs in Storytelling Awards des Digital Storytelling Lab der Columbia University.