Buchpremiere
Moderation: Margarita Tsomou
“Pazifismus ist nur etwas für Friedenszeiten? Ja, dann brauchen wir ihn auch nicht.” Eine schallende Antwort auf die allgemeine Kriegsrhetorik
Was heißt die “Zeitenwende” gerade für linkes Denken, das sich doch vor Kurzem noch für Fürsorge, Gewaltkritik und Friedenspolitik starkmachte? Wenn Pazifismus inzwischen als lächerlich, verantwortungslos oder querdenkerisch gilt, sollten wir uns Sorgen um die Grundlagen unseres Miteinanders machen. In “Nein: Gegen die Militarisierung der Gegenwart” stellt Mithu Sanyal mit kluger Schärfe und liebevoller Fassungslosigkeit unbequeme Fragen, ohne die globalen Aggressionen zu verharmlosen. Bei der Buchpremiere am HAU Hebbel am Ufer wird die Autorin im Gespräch mit Margarita Tsomou (HAU-Kuratorin für Theorie und Diskurs) unter anderem darüber sprechen, dass eine Welt ohne Gewalt kein fernes Ideal ist – sondern die drängendste unserer Aufgaben.
Mithu Sanyal wurde 1971 in Düsseldorf geboren, sie ist Schriftstellerin, Kulturwissenschaftlerin, Journalistin und Kritikerin. 2009 erschien ihr Sachbuch “Vulva. Das unsichtbare Geschlecht”, 2016 “Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens”, 2021 erschien bei Hanser ihr erster Roman “Identitti”, der auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises war und mit dem Literaturpreis Ruhr und dem Ernst-Bloch-Preis ausgezeichnet wurde, 2024 ihr zweiter Roman “Antichristie”. 2026 erhielt sie den Heinrich-Mann-Preis für Essayistik.
Preis: 15€, ermäßigt 9 €
Eine Kooperation von HAU Hebbel am Ufer und Carl Hanser Verlag.
Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Zugang zum Parkett über separaten Eingang mit Lift möglich. Barrierefreie Sanitäranlagen vorhanden.