Spielplan

Ersan Mondtag und Ensemble

Joy of Life

Eine Choreografie

PerformanceTanz

Englisch / ca. 120 Minuten

Gemeinsam mit einem Ensemble von neun Tänzer:innen entwickelt der Berliner Regisseur Ersan Mondtag am HAU Hebbel am Ufer seine erste choreografische Arbeit und vertieft damit die konzeptuellen und performativen Ansätze von Inszenierungen wie “De Living” (NTGent / HAU 2019). In “Joy of Life” treffen Kinder aus unterschiedlichen Jahrzehnten im Limbus aufeinander. In dieser Welt der Ereignislosigkeit, in der sie weder sterben noch Glückseligkeit erlangen können (Bühne: Stefan Britze), reden sie über ihre Albträume, ihre Aufstände und Schiffbrüche – und über das Tanzen. Einige unter ihnen sind schon lange da. Ihre Körper sind älter geworden, ihre Stimmen, ihr Verhalten und ihr Repertoire an Erfahrungen sind aber immer noch die eines Kindes. Nach einem plötzlichen Stillstand versuchen die Tänzer:innen sich in dieser Zwischenwelt erst mit einfachen Übungen in Form zu halten. Allmählich lernen sie, ihre Bewegungen wieder auf die anderen auszurichten, bis sie als “corps de ballet” ihre ganze Schönheit entfalten, um schließlich in Solos gegeneinander anzutreten. Der Tanz – oder besser das Tanzen – wird zu einer Metapher für unser “in der Welt sein”.

Wir hören die Stimmen der Kinder im Off. Das fiktionale Gespräch (Autor:innen: Olga Bach, Diawara Bandiougou und Eva-Maria Bertschy) basiert auf Interviews mit den Tänzer:innen des Ensembles, mit Vertreter:innen der Fridays-for-Future-Bewegung und mit Kindern und Jugendlichen aus Westafrika, die über die zentrale Mittelmeerroute nach Europa kamen. Sie erzählen, wie sie sich gegen ihre Eltern auflehnten, die über ihre Leben und vor allem ihre Zukunft bestimmten, wie sie Grenzen und Ungerechtigkeiten nicht anerkannten und von der Reise, die sie angetreten haben, als sie ihr Elternhaus verließen – um zu tanzen. Es entsteht das Panorama einer Zeit im Umbruch, in der Kinder sich auf die Wissenschaft und das geltende Recht berufen, um ihr Überleben zu sichern.

Team

Choreografie und Regie: Ersan Mondtag / Tanz: Daphne Fernberger, Rob Fordeyn, Dayo Kramer und Alexei Von Garnier (Kinder Ballett Kompanie Berlin), Yannick Lomboto, Philipp Joy Reinhardt, Jone San Martin, Kate Strong, Ashley Wright, Ulysse Zangs / Stimmen: Luise Aschenbrenner, Abigail Baines, Alma Berg, Emma Gough, Theo Hoffmann, Daniel Hoffmann, Noah Lapp, Greta Holly Patten / Text: Olga Bach, Diawara Bandiougou, Eva-Maria Bertschy / Musik: Benedikt Brachtel / Bühnenbild: Stefan Britze / Umsetzung Bühnenbild: Gabi Bartel, Nina Janßen-Braje und Simon Kernen / Lichtdesign: Rainer Casper / Kostüme: Teresa Vergho / Dramaturgie: Eva-Maria Bertschy / Regieassistenz: Akin Isletme / Hospitanz: Lara Weidemann / Produktionsassistenz: Ben Mohai

Termine

  • Aktuell
    Premiere
    Sa 19.6.2021, 20:00 / HAU1
    So 20.6.2021, 20:00 / HAU1
    Do 24.6.2021, 20:00 / HAU1
    Fr 25.6.2021, 20:00 / HAU1
Hinweis:

Aufgrund eines umfangreichen PCR-Testregimes auf SARS-CoV-2 können sich die Performer:innen auf der Bühne in dieser Produktion auch ohne Mindestabstand bewegen.

Credits

Produktion: HAU Hebbel am Ufer. Koproduktion: Theater Freiburg, Kampnagel (Hamburg), Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt a. M.). Gefördert durch: Hauptstadtkulturfonds.

Spielorte

HAU1
Stresemannstraße 29, 10963 Berlin

Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Zugang zum Parkett über separaten Eingang mit Lift möglich. Behindertengerechte Sanitäranlagen vorhanden.  Zur Anmeldung im Vorhinein wird geraten.

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