Fünf Tänzer*innen bringen die Energie kongolesischer Sebene-Tänze auf die Bühne und verwandeln sie in ein kraftvolles, politisches Tanzmanifest – für Befreiung, gegen Ungerechtigkeit und für die Freude am Leben.
“MBOK’ELENGI” steht in Lingala, der Muttersprache von Jolie Ngemi, für Vergnügen und Lebensfreude. Von der kongolesischen Jugend aufgegriffen, ist es zu einem beliebten (Überlebens-)Slogan in den Straßen von Kinshasa geworden. Für ihre eindrückliche Gruppenarbeit mit dem gleichnamigen Titel “MBOK'ELENGI” überführt die Choreografin und Tänzerin diese Lebensauffassung in den zeitgenössischen Tanz. Fünf Tänzer*innen interpretieren auf der Bühne populäre kongolesische Tänze aus dem Musikstil Sebene neu, einem von Gitarren geprägten Stil der kongolesischen Popmusik. Ihre Bewegungen sind inspiriert vom Kampf gegen die Ungerechtigkeiten in der Demokratischen Republik Kongo und dem tiefen Wunsch nach Befreiung. Kraftvoll hinterfragen sie hegemoniale Codes, die Ungleichheiten vertiefen und die Ärmsten zugunsten der Reichsten noch weiter verarmen lassen. Vor den Augen der Zuschauer*innen entfaltet sich so ein gleichermaßen politisches, widerständiges wie hoffnungstiftendes Stück. Ein getanztes Manifest gegen Ungerechtigkeit - und für die Freude am Leben.
2024 war Jolie Ngemi mit “NKISI” bereits am HAU zu Gast.