Choreografin Ligia Lewis und Performance-Künstler*in Liz Rosenfeld begegnen sich an den Schnittstellen von Wissen, Zugang, (Un-)Lesbarkeit und (Un-)Sichtbarmachung. Sie navigieren einen politisch aufgeladenen Raum und erforschen Familiengeschichten durch Bewegung, Tanz und Gesang. Durch ein seltsam vielschichtiges und nuanciertes Spiel mit dem Porträt ihrer Väter – ein Tanz zwischen Hommage und Kritik – hinterfragen sie das, was sie erben (oder ablehnen) und hinterfragen mit Humor die Möglichkeiten radikaler Koalition, ausgehend von ihrem eigenen Miteinander.
Als Kinder jüdisch-US-amerikanischer Väter, deren Leben durch bürgerrechtliches Engagement geprägt waren, nutzen Lewis und Rosenfeld diesen gemeinsamen Hintergrund, um politische Enttäuschungen in der Gegenwart zu adressieren. Durch ihre gelebten Erfahrungen als Black-presenting Femme und als trans-nichtbinäre Person erforschen die beiden Künstler*innen choreografische und autobiografische Verbindungen.
Ihre Zusammenarbeit kritisiert die Abstraktion als neutralisierende Kraft. Dieses Duett lässt ihre verkörperte Politik in einer chaotischen, komischen, tragischen und nuancierten Darstellung von Jüdischsein, Schwarzsein, Transsein und der dem Werden innewohnenden Ungewissheit zusammenfließen.