Sophia Süßmilch / HAU

Etwas Schreckliches wird passieren: Die Menschenfresserin

  • Performance
Deutsch /  Englisch /  mit deutschen und englischen Übertiteln /  90 Min.

Ein Abend über die Macht der Wut und darüber, was passiert, wenn sie eskaliert.

Etwas ist außer Kontrolle geraten. Unter der Oberfläche einer rationalisierten, erschöpften Gesellschaft stauen sich Gefühle, für die es keinen Ort mehr gibt: Angst, Trauer, Sehnsucht und Wut. Aber wer hat überhaupt ein Recht auf Wut?

Weibliche Körper stehen seit jeher im Zentrum gesellschaftlicher Projektionen, Kontrolle und Vereinnahmung. Sie werden konsumiert, bewertet, reguliert und begehrt – sexuell, emotional, reproduktiv, visuell und zunehmend auch digital. Gleichzeitig existiert eine tief verwurzelte Angst vor wütenden Frauen. Weibliche Wut gilt als hysterisch, irrational, gefährlich.

Die Berliner Künstlerin Sophia Süßmilch entwickelt mit “Etwas Schreckliches wird passieren” am HAU ihre erste Inszenierung am Theater – eine Performance über weibliche Wut und verdrängte Gefühle, die Tanz, Schauspiel und Musik zusammenbringt. Im Zentrum steht die Menschenfresserin, die das gewohnte Verhältnis radikal umkehrt: Sie bleibt nicht länger Objekt des Konsums, sondern wird selbst zum konsumierenden Subjekt.

In einem gemeinsamen künstlerischen Prozess, geprägt und getragen von einem intersektionalen Team, entsteht eine bildgewaltige Welt aus Absurditäten, Groteske, Clowns-Ästhetik und Musik.

“Etwas Schreckliches wird passieren: Die Menschenfresserin” widmet sich erlebter Gewalt, gezähmten Körpern und den Fragen: Wohin mit der Wut? Was geschieht, wenn sie zurückschlägt?

Team

Künstlerische Leitung, Regie, Text: Sophia Süßmilch / Dramaturgie, Co-Regie: Jette Büchsenschütz / Co-Dramaturgie, Sensitivity Reading: Achan Malonda / Mitarbeit Regie: Eva Weibel / Performance: Pauline Afaja, Ilgen-Nur Borali (Gesang, Gitarre), Neneh Boye Sowe (Violine), Jemima Rose Dean, Henrike Henoch (Gesang, Klavier), Lelah Neary, Lucia Peraza Rios, Jeanna Serikbayeva, Sophia Süßmilch, Leni Ulrich / Outside Eye: collectif blitzbereit (Matilde Flor, Julie Savery, Eva Weibel) / Bühne: Theresa Scheitzenhammer, Sophia Süßmilch / Kostüm: Julia Bosch, Sophia Süßmilch / Make-up: Janina Zais / Lichtdesign: Leo Schneidermann / Musikalische Leitung, Komposition, Arrangements: Henrike Henoch, Ilgen-Nur Borali / Choreografie: Jeanna Serikbayeva / Choreografische Beratung: Lelah Neary, Jemima Rose Dean / Mitarbeit Produktion: Jasna Witkoski / Künstlerische Mitarbeit Bühne und Kostüm: Rosina Zeus, Svenja Dübbert, Jeanne Eschert, Eva Garland, Arnita Jaunsubrēna , Simon Kernen / Fotografie, Making-of: Lee Everett Thieler / Videodokumentation: Talin Seigmann / Übersetzung, Einrichtung und Operating Übertitel: Anna Kasten, Ellen Gallagher (Panthea) / Audiodeskription: Irene Baumann, Birgit Martini / Ton und Sounddesign: Torsten Schwarzbach (HAU) / Künstlerische Beratung: Petra Poelzl (HAU) / Technische Leitung: Sujin Choi, Amina Nouns (HAU), Hendrik Borowski (HAU) / Produktionsleitung: Chiara Galesi (HAU)

Termine

Vergangen
  • Premiere
    Sa 12.9.2026, 20:00 / HAU1
  • So 13.9.2026, 18:00 / HAU1
  • Di 15.9.2026, 19:00 / HAU1
  • Mi 16.9.2026, 19:00 / HAU1

Weitere Informationen

Vorstellungen am 12.+13.9.: Im Rahmen der Berlin Art Week 2026

Preis: 12–38 €, ermäßigt 9–25 €

Im Anschluss an die Premiere am 12.9.: Break @WAU DJ-Set von 2gay2tek
Der Artist Talk am 13.9. muss leider entfallen.
15.9., 18:15 Uhr: Einführung mit Sylvia Sadzinski / Deutsch
16.9.: Vorstellung mit deutscher Audiodeskription und Tastführung (18:00 Uhr)

Credits

Produktion: Sophia Süßmilch / HAU Hebbel am Ufer. Gefördert durch: Hauptstadtkulturfonds.

Spielorte

HAU1
Stresemannstraße 29, 10963 Berlin

Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Zugang zum Parkett über separaten Eingang mit Lift möglich. Barrierefreie Sanitäranlagen vorhanden.

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