Sophia Süßmilch / HAU

Etwas Schreckliches wird passieren: Die Menschenfresserin

  • Performance
Deutsch /  Englisch /  mit deutschen und englischen Übertiteln /  90–120 Min.

Ein Abend über die Macht der Wut und darüber, was passiert, wenn sie eskaliert.

Etwas ist außer Kontrolle geraten. Unter der Oberfläche einer rationalisierten, erschöpften Gesellschaft stauen sich Gefühle, für die es keinen Ort mehr gibt: Angst, Trauer, Sehnsucht und Wut. Aber wer hat überhaupt ein Recht auf Wut?

Weibliche Körper stehen seit jeher im Zentrum gesellschaftlicher Projektionen, Kontrolle und Vereinnahmung. Sie werden konsumiert, bewertet, reguliert und begehrt – sexuell, emotional, reproduktiv, visuell und zunehmend auch digital. Gleichzeitig existiert eine tief verwurzelte Angst vor wütenden Frauen. Weibliche Wut gilt als hysterisch, irrational, gefährlich.

Die Berliner Künstlerin Sophia Süßmilch entwickelt mit “Etwas Schreckliches wird passieren” am HAU ihre erste Inszenierung am Theater – eine Performance über weibliche Wut und verdrängte Gefühle. Im Zentrum steht die Menschenfresserin, die das gewohnte Verhältnis radikal umkehrt: Sie bleibt nicht länger Objekt des Konsums, sondern wird selbst zum konsumierenden Subjekt.

In einem interdisziplinären Zusammenspiel aus Tanz, Schauspiel und Musik entsteht eine bildgewaltige Welt aus Horror, Groteske, Clowns-Ästhetik und musikalischem Exzess.

“Etwas Schreckliches wird passieren: Die Menschenfresserin” widmet sich erlebter Gewalt, gezähmten Körpern und den Fragen: Wohin mit der Wut? Was geschieht, wenn sie zurückschlägt?

Team

Künstlerische Leitung, Regie, Text: Sophia Süßmilch / Dramaturgie, Co-Regie: Jette Büchsenschütz / Co-Dramaturgie, Sensitivity Reading: Achan Malonda / Mitarbeit Regie: Eva Weibel / Outside Eye: collectif blitzbereit (Matilde Flor, Julie Savery, Eva Weibel) / Bühne: Theresa Scheitzenhammer, Sophia Süßmilch / Kostüm: Julia Bosch, Sophia Süßmilch / Make-up: Janina Zais / Lichtdesign: Lea Schneidermann / Musikalische Leitung, Komposition, Arrangements: Henrike Henoch, Ilgen-Nur Borali / Choreographische Beratung: Lelah Neary, Jemima Rose Dean, Jeanna Serikbayeva / Performance: Pauline Afaja, Ilgen-Nur Borali (Gitarre), Neneh Boye Sowe (Violine), Jemima Rose Dean, Henrike Henoch (Gesang, Klavier), Lelah Neary, Lucia Peraza Rios, Jeanna Serikbayeva, Sophia Süßmilch, Leni Ulrich / Mitarbeit Produktion: Jasna Witkoski / Künstlerische Mitarbeit Bühne und Kostüm: Rosina Zeus, Svenja Dübbert, Jeanne Eschert, Eva Garland, Arnita Jaunsubrēna , Simon Kernen / Fotografie, Making-of: Lee Everett Thieler / Videodokumentation: Talin Seigmann / Übersetzung, Einrichtung und Operating Übertitel: Panthea / Audiodeskription: Irene Baumann, Birgit Martini / Künstlerische Beratung: Petra Poelzl (HAU) / Technische Leitung: Sujin Choi, Amina Nouns (HAU) / Produktionsleitung: Chiara Galesi (HAU)

Termine

Aktuell
  • Premiere
    Sa 12.9.2026, 20:00 / HAU1
  • So 13.9.2026, 18:00 / HAU1
  • Di 15.9.2026, 19:00 / HAU1
  • Mi 16.9.2026, 19:00 / HAU1

Im Anschluss an die Premiere am 12.9.: Break @WAU DJ-Set von 2gay2tek.

Im Anschluss an die Vorstellung am 13.9.: Artist Talk.

15.9.: 18:15 Uhr: Einführung.

16.9.: Vorstellung mit deutscher Audiodeskription und Tastführung (18:00 Uhr).

Credits

Produktion: Sophia Süßmilch / HAU Hebbel am Ufer. Gefördert durch: Hauptstadtkulturfonds.

Spielorte

HAU1
Stresemannstraße 29, 10963 Berlin

Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Zugang zum Parkett über separaten Eingang mit Lift möglich. Barrierefreie Sanitäranlagen vorhanden.

HAU3000 / Positionen, Projekte, Publikationen