Annie Sprinkle und Beth Stephens – das international renommierte Künstlerinnen- und Aktivistinnen-Duo und wegweisende Ikonen der radikalen feministischen und queeren Kunst – sind zurück in Berlin! Mit Feuer, Begehren und einer ökosexuellen Liebeserklärung an die Erde.
“Playing with Fire: An Ecosexual Emergency” (“Spiel mit dem Feuer: Ein ökosexueller Notstand”) ist ein lebensbejahender ökosexueller Dokumentarfilm, der aus der Asche der verheerenden Brände in Kalifornien entstanden ist. Als ein Blitz den Redwood-Wald rund um das Zuhause von Annie Sprinkle und Beth Stephens in Boulder Creek in Brand setzt, sind die langjährigen Partnerinnen gezwungen, ihr Haus zu verlassen. Ihren Verlust und ihre Trauer verwandeln sie in ökosexuelle Kunst, in der sie Feuer als zerstörerisch, regenerativ und erotisch begreifen und dabei Humor, gemeinschaftliche Fürsorge, soziale Gerechtigkeit und Umweltbewusstsein zu einer üppigen und feurigen Reise der Transformation verschmelzen lassen.
Aus einer ökosexuellen Perspektive, in der die Erde zur Geliebten wird, begegnet der Film Feuerwehrleuten, Künstle*rinnen, Wissenschaftler*innen, Nachbar*innen und anderen Menschen, die ihre ganz eigenen Beziehungen zum Feuer pflegen.
Albert, der mythische weiße Pfau aus Boulder Creek, führt als Erzähler durch den Film, der in einer zeremoniellen “Hochzeit mit dem Feuer” am Flussufer inmitten der Redwoods gipfelt. “Playing with Fire” ist ein kreativer und dringender Aufruf zum Handeln angesichts der sich verschärfenden Klimakrise und zugleich ein kraftvolles Porträt queerer Resilienz in einer Welt, die in Flammen steht.
Nach dem Film laden Annie Sprinkle und Beth Stephens ein, gemeinsam mit einigen feurigen Ökosexuellen an einem heißen “Ecosexual Wedding Ritual to Fire”, einem ökosexuellen Hochzeitsritual für das Feuer, teilzunehmen. Jede*r ist eingeladen, Braut oder Bräutigam zu sein und gemeinsam das Gelübde abzulegen, das Feuer zu lieben, zu ehren und zu schätzen. Oder einfach nur Zeug*in zu sein. Beth und Annie führen durch die Zeremonie, Joy Brooke Fairfield durch das Programm. Es gibt feurige Performances, einen Brautstraußwurf, Eheringe für alle und Überraschungen. Alle sind herzlich eingeladen, sich passend zum Thema und in den Farben des Feuers zu kleiden.
Beim Wedding Ritual to Fire am HAU sind folgende Ökosexuelle anwesend:
Eray Gülay aka Ray ist ein vielseitiger Künstler, Choreograf, Model und Community-Aktivist, der sich für Vielfalt und inklusive Räume einsetzt. Seine Karriere als Bühnentänzer umfasst Arbeiten mit dem Folkwang Tanzstudio, der Ben J. Riepe Company und Jérôme Bel sowie Choreografien für das Strike A Pose Festival und verschiedene Musikvideos. Eray wird von True Faces vertreten und hat bereits für die “Vogue Czechoslovakia”, “Men’s Health” und Schwarzkopf gemodelt. Seit einem Jahrzehnt ist er eine feste Größe in der Ballroom-Szene, unterrichtet international Voguing, ist Mitbegründer des Ballroom-Kollektivs “Shapes & Shades” und bietet intuitive Tarot-Lesungen an – dabei nutzt er seine Kunst stets, um Menschen zu stärken und miteinander zu verbinden.
cyber_nymphs (Justyna Górowska, Ewelina Jarosz). Seit 2021 arbeiten Justyna und Ewelina als Kunst- und Forschungsduo zusammen. Als Künstlerinnen und Forscherinnen tauschen sie ihre Fähigkeiten aus, teilen ihr Wissen und setzen sich dafür ein, den Blauen Planeten zu einer liebenswerten und begehrenswerten Heimat für das Überleben unseres Planeten zu machen. Das Duo hat die “hydrosexuelle” Bewegung in der Kunst ins Leben gerufen und verbindet dabei blaue Umweltkunst mit Elementen der Sinnlichkeit und Technologie sowie einem transdisziplinären Ansatz zur Bewältigung der globalen Wasserkrise. Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen Kunst, Wissenschaft und Aktivismus und erforschen digitale Kunst und Ökotechnologien als Mittel, um ökologische Botschaften zu verstärken und durch Kunst eine Zukunft für alle Lebewesen zu gestalten.
Jäckie Rydz ist ist ein*e interdisziplinäre Performancekünstler*in. Rydz glaubt an die Performance als eine Kunstform, die verkörpert wird, ästhetisch lebendig und textlich poetisch ist. Und dass der Raum zwischen Künstler*in und Publikum immer und vor allem queer und zärtlich ist. Diese Überzeugung hat Rydz von der queeren Massenveranstaltung “BABYLON” (Nowy Teatr Warschau, 2023) zu “OLYMPIA” (Ballhaus Ost Berlin, 2025) geführt, einem Solo-Stück über Transmenschen im Hochleistungssport. “FC GLORIA”, ein Fußballstück, wurde wegen seines pro-palästinensischen Inhalts an einem Staatstheater abgesagt und später in der Zentralwäscherei Zürich gezeigt. Derzeit arbeitet Rydz mit Pamela Moraga und Xavier Le Roy zusammen.
Muza de la Luz
Muzas (they/them) Arbeit ist interdisziplinär, in der somatischen Praxis verwurzelt und beschäftigt sich mit Themen wie Ritual, Mythologie, Transformation, Begehren und Erotik, um das Bewusstsein für Fragen der Geschlechtsidentität, Sexualität, der Rechte von Sexarbeiter*innen und des Umweltschutzes zu schärfen. Muza ist ein*e trans-nichtbinäre, genderfluide, queere, multiethnische Latinx-Sexarbeiter*in. Muza schloss 2024 den Masterstudiengang “Performance” an der Norwegischen Theaterakademie ab. 2025 erhielt Muza ein Arbeitsstipendium für Nachwuchskünstler*innen vom norwegischen Kulturdirektorat.
Shayma AlQueer ist eine Drag-Künstlerin, Performerin, Moderatorin und Aktivistin, die ursprünglich aus Tunesien stammt. In ihrer künstlerischen Praxis verbindet sie Drag, Storytelling, Humor und Performance, um Themen wie queere Sichtbarkeit, Identität, Migration, Zugehörigkeit und kollektiven Widerstand zu erforschen.
Shayma ist bereits in einer Vielzahl kultureller und öffentlicher Kontexte aufgetreten, darunter auf der documenta fifteen, der BUGA 23 und in der Kunsthalle Mannheim, wo sie als erste Dragqueen in dieser Institution auftrat. Sie bewegt sich zwischen zeitgenössischer Kunst, Nachtleben und Gemeinschaftsräumen und nutzt Drag als Mittel für Sichtbarkeit, Verbundenheit und radikale Freude, um queere und BIPOC-Perspektiven in kulturelle Räume zu bringen, die ihnen nicht immer Platz eingeräumt haben.
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Preis: 22 €, ermäßigt 15 €
Kombi-Tickets “Love is a Verb #2”:
3 Veranstaltungen für 30–50 €, ermäßigt 20–40 €
6 Veranstaltungen für 60–90 €, ermäßigt 40–60 €
Alle sind herzlich eingeladen, sich passend zum Thema und in den Farben des Feuers zu kleiden.
“Playing with Fire – An Ecosexual Emergency”: Produktion: Beth Stephens & Annie Sprinkle – E.A.R.T.H. Lab SF, Keith Wilson, Oana Tenter.
Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Zugang zum Parkett über separaten Eingang mit Lift möglich. Barrierefreie Sanitäranlagen vorhanden.