Clément Papachristou / Théâtre National Wallonie-Bruxelles

Justices

Im Rahmen von “NO LIMITS 2026”

  • Theater
Französische Lautsprache /  mit deutschen und englischen Übertiteln /  ca. 110 Min.

Was ist gerecht – und was Recht? Welche Rechte und Pflichten haben Menschen mit Behinderungen in Gerichtsverfahren? Frei nach Dantes “Die Göttliche Komödie” verbindet das bildgewaltige “Justices” Humor, Gesang, Theater und interaktive Performance – und lädt das Publikum ein, eigene Vorurteile zu hinterfragen.

Als Mensch mit Trisomie 21 weigert sich Vincent, als unzurechnungsfähig angesehen zu werden und fordert das Recht ein, wie jede*r andere Bürger*in beurteilt zu werden. Die Zuschauenden begleiten ihn auf seiner Reise der Selbstfindung und bei seiner täglichen Konfrontation mit den Regeln einer ableistischen Gesellschaft – wenn es darum geht, eine Wohnung zu finden, eine Kreditkarte zu bekommen oder ein Kind zu haben.

Das Trio auf der Bühne bahnt sich seinen Weg, ebenso wie das Publikum, das eingeladen ist, sich im Prozess zu äußern und sich mit seinen eigenen Vorurteilen auseinanderzusetzen. Eine außergewöhnliche, bereichernde Erfahrung.

Das Théâtre National Wallonie-Bruxelles ist eine bedeutende belgische Institution, die sich für Inklusion, Diversität und künstlerische Innovation einsetzt. Schauspieler, Regisseur und Autor Clément Papachristou ist seit 2022 mit dem Theater verbunden und entwickelt insbesondere inklusive Arbeiten, in denen Künstler*innen mit und ohne Behinderung zusammenkommen.
In seinen künstlerischen Projekten arbeitet er unter anderem mit seinem Bruder Guillaume zusammen und entwickelt inklusive Formen der Zusammenarbeit zwischen Künstler*innen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven. 

Team

Konzept, Regie & Text: Clément Papachristou / Künstlerische Mitarbeit, Performance & Text: Edouardo della Faille, Guillaume Paps, Noémie Zurletti / Bühnenbild & künstlerische Mitarbeit: Silvio Palomo / Hospitanz Bühnenbild: Auriane Leclercq / Dramaturgie & künstlerische Mitarbeit: Marie Alié, Salim Djaferi / Kostümbild: Darius Dolatyari-Dolatdoust / Hospitanz Kostümbild: Manon Bery / Lichtdesign: Ana Samoilovich / Komposition: Joseph Schiano di Lombo / Malerei: Guillaume Paps / Rechtliche Beratung: Germain Haumont / Wissenschaftliche Mitarbeit: Marie Astier / Menschliche und künstlerische Begleitung von Edouardo della Faille und Guillaume Paps: Valentine Houot / Unterstützung: Schneiderwerkstätten des Théâtre National Wallonie-Bruxelles / Szenografische Produktion: Pôle de mutualisation de services & ressources techniques / Technische Leitung: Florence Dubru / Inspizienz: Pierre-Antoine Martin / Technische Leitung & Inspizienz (Touring): Ludovic John / Lichttechnik: Arthur Demaret / Tontechnik: Jeison Pardo Rojas / Dank an: Christine Bartolomei, Françoise Bloch, Cie Fany Ducat, Maxime Lacôme, Jean-Baptiste Logerias, Bastien Montes, Miguel Peñaranda Olmeda, Joëlle Shabanov, Olivia Smets, Virginie Vandezande, Marcos Vivaldi, Antoine Bréa, das gesamte Team von Creahm-Liege, das gesamte Team von Créahmbxl, Marieke Jallet

Termine

Aktuell
  • Deutsche Premiere
    Do 12.11.2026, 20:30 / HAU1
  • Fr 13.11.2026, 19:00 / HAU1

Weitere Informationen

Besuchshinweis

In einer Szene wird Geschlechtsverkehr angedeutet. Die Darsteller*innen tragen dabei Unterwäsche und ahmen kurz einen sexuellen Akt nach. Tod, Sterben und Trauer werden erwähnt. Eine Szene thematisiert auf poetische und symbolische Weise den Tod eines Babys.
Empfohlen für Zuschauer*innen ab 12 Jahren.

Das Tragen einer FFP2-Maske ist bei den Veranstaltungen von NO LIMITS freiwillig. Das Team bittet aber um Rücksichtnahme:  Viele Menschen sind weiterhin auf Schutz angewiesen oder fühlen sich mit Maske im Publikum einfach wohler. Wenn Sie sich und andere schützen möchten, tragen Sie gerne in Situationen mit wenig Abstand (z. B. beim Einlass oder im Saal) eine Maske. Kostenlose Masken gibt es am Access-Tisch im Foyer.  Bitte bleiben Sie zu Hause, wenn Sie sich krank fühlen oder Erkältungssymptome haben.


Leichte Sprache  

Bei NO LIMITS müssen Sie keine Maske tragen.
Es ist freiwillig.

Aber manche Menschen brauchen besonderen Schutz.
Oder sie fühlen sich mit einer Maske sicherer.
Deshalb können Sie gerne eine Maske tragen.
Zum Beispiel:

Wenn viele Menschen eng zusammen sind.
Beim Einlass.
Im Saal.

Am Access-Tisch gibt es kostenlose Masken für Sie.

Fühlen Sie sich krank?
Haben Sie eine Erkältung, Husten oder Schnupfen?
Dann bleiben Sie bitte zu Hause!

Danke, dass Sie auf andere achten.

Preis: 22 €, ermäßigt 15 €

12.11.: Deutsche Audiodeskription / Tastführung (19:30)

13.11.: Deutsche Übertitel über Kopfhörer vorgelesen

Im Anschluss an die Vorstellung am 13.11.: NachTisch – Offenes Nachgespräch im WAU / Deutsche Lautsprache

Credits

Produktion: Théâtre National Wallonie-Bruxelles, Compagnie SAINTSGENS – Clément Papachristou. Koproduktion: Théâtre de Namur, Mars - Mons arts de la scène, Maison de la culture de Tournai - Maison de création, Kinneksbond - centre culturel Mamer, La Bellone – Maison du Spectacle, le Créahm-Liège, La Coop asbl, Shelter Prod. In Zusammenarbeit mit: Créahmbxl (Creation and Intellectual Disability). Unterstützt durch: Wallonia-Brussels Federation, General Service for Artistic Creation – Theatre Department, Le Corridor – Liège, Montevideo / Festival Actoral, ICC – International Criminal Court, Le Marteau, Taxshelter.be, ING, Tax Shelter der Belgischen Bundesregierung. Recherche-Förderung: Théâtre et Public. Workshops: Mue du Lotus als Teil einer Förderinitiative von Interrégions Grand EST // Brussels-Capital Region, Kinneksbond, Maison de la culture de Tournai, La Bulle Bleue, Teatr21, La Bellone – Maison du Spectacle, Creahmbxl.

Spielorte

HAU1
Stresemannstraße 29, 10963 Berlin

Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Zugang zum Parkett über separaten Eingang mit Lift möglich. Barrierefreie Sanitäranlagen vorhanden.

HAU3000 / Positionen, Projekte, Publikationen