Mit Vlatka Horvat, Bani Abidi, Candice Breitz, Hana Yoo, İz Öztat, Marina Naprushkina, Season Butler
Was verraten persönliche Fotos über gesellschaftliche Umbrüche und Veränderungen verraten? Für “Before What Came After” lädt die Künstlerin und Performance-Macherin Vlatka Horvat eine Gruppe internationaler, in Berlin lebender Künstlerinnen zu einer Live-Begegnung ein: Dabei teilen sie persönliche Bilder und Geschichten aus ihren Archiven und verweben diese mit Reflexionen über Migration, Diaspora und Wandel.
In einer improvisierten Performance, die sich innerhalb einer regelbasierten Struktur entfaltet, entstehen gemeinsame Perspektiven und Dialoge über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – und über die Möglichkeiten des alltäglichen Widerstands. Horvat und ihre Gäste greifen auf ihre Erfahrungen zurück, in Ländern gelebt zu haben, die in irgendeiner Form einen Zusammenbruch, Umbrüche oder Instabilität erlebt haben. Die Fotos, die sie zeigen – und die Alltagsszenen, Gegenstände und Orte darstellen –, werden zu Ausgangspunkten für Erzählungen, Beobachtungen und Spekulationen. Im Verlauf der Performance treten vielfältige und doch miteinander verbundene Erfahrungen von Einwanderung und Diaspora in einen Dialog. Dabei offenbaren persönliche Bildarchive Spuren gesellschaftlicher und politischer Veränderungen sowie die Keime möglicher Zukünfte.
Candice Breitz (geboren in Johannesburg) ist eine Künstlerin, deren Arbeit sich in letzter Zeit auf die Bedingungen konzentriert, unter denen Empathie entsteht. Sie reflektiert dabei eine mediengesättigte Kultur, die geprägt ist von einer Gleichgültigkeit gegenüber der Notlage derer, die in der realen Welt mit Widrigkeiten konfrontiert sind.
İz Öztat (geboren in Istanbul) setzt sich in ihrer künstlerischen Praxis mittels Form, Material, Raum und Sprache mit staatlicher Gewalt und den Leugnungen auseinander, die offiziellen nationalen Narrativen innewohnen. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Kunst und Bildung in selbstorganisierten, institutionellen und akademischen Kontexten.
Marina Naprushkina (geboren in Minsk) ist eine Künstlerin, die medienübergreifend mit Malerei, Video und Text arbeitet. Im Jahr 2007 gründete sie das “Office for Anti-Propaganda”. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sich Naprushkina mit Formen der Resilienz, feministischen Narrativen und Care-Netzwerken.
Season Butler (geboren in Washington, DC) ist Autorin, Performerin und Dramaturgin, die über die Themen Jugend und Altern, Einsamkeit und Gemeinschaft sowie über die zerbrechlichen Konstrukte der Hoffnung schreibt. 2019 erschien ihr Debütroman “Cygnet”.
Hana Yoo (geboren in Busan) arbeitet mit Multimedia-Installationen, Film und Performance. Sie beschäftigt sich mit kollektiver Angst und transzendentalen Erfahrungen, die durch Polarisierung und “Othering” geprägt sind.
Bani Abidi (geboren in Karachi) nutzt Video, Fotografie, Zeichnungen und Ton, um Geschichten über Machtausübungen und gewöhnliche Menschen zu erzählen, oft anhand alltäglicher Details.
Vlatka Horvat (geboren in Kroatien) arbeitet formübergreifend mit Skulptur, Installation, Collage und Fotografie bis hin zu Performance, Video, Schriftstellerei und Verlagswesen.
Preis: 15 €, ermäßigt 9 €
Kombi-Tickets “Love is a Verb #2”(exkl. Konzert 6.10.):
3 Veranstaltungen für 30–50 €, ermäßigt 20–40 €
6 Veranstaltungen für 60–90 €, ermäßigt 40–60 €
Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Zugang zum Parkett über separaten Eingang mit Lift möglich. Barrierefreie Sanitäranlagen vorhanden.