Spielplan

Phänomen Manga – Japanische Comics und 3.11

Dialog

Es gehört zu den bekannten Klischees, dass es in Japan weitgehend ein Tabu ist, Gefühle unmittelbar zum Ausdruck zu bringen. Die Sedimente schwer zu bewältigender Erlebnisse und von der Norm abweichende Wunschvorstellungen werden sorgfältig in den Produkten der Kulturindustrie verschlossen und abgelegt. Vor allem der Manga gilt in diesem Zusammenhang als ein Genre, in dem die japanische Kultur traumatische Kollektiverfahrungen, die es nicht erst seit den Atombombenabwürfen von Nagasaki und Hiroshima gegeben hat, zu Bildern der Apokalypse verdichtet. Wie haben sich die Themen und die ästhetischen Chiffren im Manga seit dem 11. März 2011 verändert? Diesen Fragen wird Jacqueline Berndt, einer der international führenden Kennerinnen des Genres, anhand von ausgewählten Bildmaterialien nachgehen. Sie lebt seit mehr als 20 Jahren in Japan und ist durch eine Vielzahl an Forschungsprojekten zum Thema hervorgetreten. Seit 2009 ist sie Professorin für Comic-Theorie an der Manga-Fakultät der Kyoto-Seika-Universität sowie stellvertretende Direktorin des International Manga Research Center, das sich im Kyoto International Manga Museum befindet. Ihre Gesprächspartnerin ist Steffi Richter, Professorin für Japanologie an der Universität Leipzig. Im Rahmen von "Japan Syndrome - Kunst und Politik nach Fukushima"

Termine

  • Vergangen
    Sa 24.5.2014, 20:30 / HAU2

Spielorte

HAU2
Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin

Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus (in der Großbeerenstraße) vorhanden. Rollstuhl-Rampe und Aufzug vorhanden. Behindertengerechte Sanitäranlagen vorhanden. Zur Anmeldung im Vorhinein wird geraten unter service@hebbel-am-ufer.de.

HAU3000 / Positionen, Projekte, Publikationen

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