Spielplan

Daniel Kötter & Hannes Seidl

RECHT

Im Rahmen von Maerz Musik - Festival für Zeitfragen

Musik

85 min

“RECHT. Ökonomie des Handelns 2“ ist das zweite Musiktheaterstück einer dreiteiligen Projektreihe, in der sich der Experimentalfilmer Daniel Kötter und der Komponist Hannes Seidl mit den Rahmenbedingungen gesellschaftlichen Handelns beschäftigen. Das Duo arbeitet seit 2008 zusammen und experimentiert mit Formen dokumentarischen Erzählens in den Medien Film und Musik.
 

„RECHT“ behandelt die Frage, wie Raumordnungen und Grenzen die Rechtsordnung bedingen. In einer experimentellen Anordnung arbeiten zwei Gruppen an der Schaffung von Regelsystemen: Im Film sieht man eine Gruppe von sechs Rechtswissenschaftlern und NGO-Mitarbeitern diskutieren, streiten, tanzen und feiern. Sie befinden sich auf einer Moselinsel im Niemandsland nahe des Städtchens Schengen in Luxemburg. Drei Jahrzehnte nach dem ersten Schengener Abkommen fragen sie sich, wie sich weltweit Gerechtigkeit durch Recht durchsetzen ließe. Ihr Auftrag: ein neues, transnationales Recht zu erschaffen, das den Ansprüchen tradierter nationaler Rechtspraxis genügt und zugleich neue, globale Anforderungen berücksichtigt. – Diese außergewöhnliche Gelehrtenrepublik initiierten Kötter und Seidl im Spätsommer 2014 und begleiteten sie über 24 Stunden mit Kamera und Mikrofon. Bereits auf der Insel standen den Denkern Solisten des Ensembles NADAR als „Festkapelle“ und klangliche Konfrontation zur Seite.
 

Live, auf der Bühne, arbeitet in Analogie zur Insel die Gruppe der Musiker des Ensemble Nadar im Rahmen ihres eigenen Regelsystems, das zwischen Partitur, Improvisation, Leinwand und Konzertraum aufgespannt ist: Experimenteller Dokumentarfilm und Live-Konzert rücken zusammen, doppeln, begleiten und kommentieren sich gegenseitig und lassen territoriale Bedingungen von Recht und Musik im Zusammenspiel aller Ebenen zu einer konkreten Reflexion und Erfahrung über das komplexe Phänomen des Rechts werden.

Stab

Idee / Regie / Komposition / Video: Daniel Kötter & Hannes Seidl / Künstlerische Assistenz / Ausstattung Film, Bühne: Rahel Kesselring / Ensemble Nadar: Marieke Berendsen, Violine; Katrien Gaelens, Flöte; Yves Goemaere, Perkussion; Pieter Matthynssens, Cello; Thomas Moore, Posaune; Dries Tack, Klarinette; Kobe Van Cauwenberghe, Gitarre; Wannes Gonnissen, Ton; Rebecca Diependaele, Management / Filmprotagonisten: Laura Adamietz, Rudy Doom, Yves Goemaere, Eva De Groeve, Felix Hanschmann, Wilma Lyon, Nora Markard, Pieter Matthynssens, Mattias Parent, Maximilian Pichl, Wolfram Sander, Grete Seidl, Fabian Steinhauer, Maarten Quanten / Ton: Marcin Lenarczyk, Marcin Poplawski, Hannes Seidl / Kamera: Karol Czyz, Daniel Kötter / Produktions- leitung: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro

Termine

  • Vergangen
    Do 26.3.2015, 21:00 / HAU2
    Fr 27.3.2015, 21:00 / HAU2

Credits

Eine Produktion von Kötter/Seidl in Koproduktion mit Künstlerhaus Mousonturm / Frankfurter Positionen, Muziekcentrum De Bijloke Gent, Berliner Festspiele / MaerzMusik – Festival für Zeitfragen und dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Gefördert durch das Kulturamt Frankfurt am Main und die Flämische Regierung / Belgien.

In Zusammenarbeit mit HAU Hebbel am Ufer

Spielorte

HAU2
Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin

Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus (in der Großbeerenstraße) vorhanden. Rollstuhl-Rampe und Aufzug vorhanden. Behindertengerechte Sanitäranlagen vorhanden. Zur Anmeldung im Vorhinein wird geraten unter service@hebbel-am-ufer.de.

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