Spielplan

Panel: Solidarity Institutions

Strategien internationaler Kulturpolitik in nervösen Zeiten

Im Rahmen von “Claiming Common Spaces”

Dialog

Deutsch / Englisch / Mit deutscher Simultanübersetzung / Mit englischer Simultanübersetzung / 

Nachrichten über politisch verfolgte Künstler:innen sind allgegenwärtig. In immer mehr Ländern innerhalb und außerhalb Europas häufen sich unterschiedliche Formen staatlicher Repression: Finanzielle Mittel werden gestrichen, Institutionen geschlossen oder Künstler:innen in Hausarrest genommen. Kunst als Bedrohung und Künstler:innen als Staatsfeinde. Gleichzeitig investieren Länder wie China und Russland massiv in ihre internationalen Kulturinstitute, doch der Begriff sharp power macht deutlich, dass es hier mehr um Einflussnahme als um Völkerverständigung geht. 

Welche Folgen haben diese beiden Entwicklungen auf die auswärtige Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland? Genügen die Richtungsänderungen in der neuen Agenda der Goethe-Institute? Und wie schlagen die politischen Entwicklungen auf die künstlerische Praxis durch? Wie leisten Künstler:innen produktiven Widerstand gegen staatliche Einflussnahme? Wie gelingt eine internationale Solidarität der Institutionen, um bedrohte Künstler:innen zu unterstützen?
 

Im Rahmen von “Claiming Common Spaces: Kunst und urbane Praxis” hat Nicoleta Esinencu im HAU1 den dafür von ihrem Kollektiv Teatru-Spălătorie verfassten Text “Thank you!” vorgetragen.

Das HAU Hebbel am Ufer arbeitet bereits seit 2012 mit der Autorin und Regisseurin aus Chișinău zusammen, zuletzt präsentierte es 2016 die für das Festival “Die Ästhetik des Widerstands. Peter Weiss 100” beauftragte Arbeit “Life”. 2019 werden zwei Arbeiten von Nicoleta Esinencu am HAU zu sehen sein: im März die neue Produktion “Requiem for Europe” und später im Jahr die Premiere einer neuen HAU-Produktion.

 

Mit Johannes Ebert, Nicoleta Esinencu, Andreas Görgen, Renzo Martens, Bouchra Ouizguen, Alya Sebti, Annemie Vanackere / Moderation: Priya Basil

Termine

  • Vergangen
    Fr 22.6.2018, 11:00 / HAU1

Credits

“Claiming Common Spaces” – Ein Projekt des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, gefördert von der Beauftragen der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Spielorte

HAU1
Stresemannstraße 29, 10963 Berlin

Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Zugang zum Parkett über separaten Eingang mit Lift möglich. Behindertengerechte Sanitäranlagen vorhanden.  Zur Anmeldung im Vorhinein wird geraten.

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