Spielplan

Shut up and Sign*Speak

Filmporträt

Im Rahmen von “NO LIMITS Festival Berlin” 

DialogFilm

Deutsche Gebärdensprache / Deutsche Lautsprache / Deutsche Untertitel / 

Eine Person trägt einen Text vor, die andere übersetzt in Gebärdensprache.

“HandStimmeHerz” ist das diesjährige Projekt von Shut Up and Sign*Speak. Für dieses brachte die Gruppe BIPOC, Taube*, FLINTA und queere Künstler*innen zusammen, um in mehreren Workshops vorwiegend autobiografische Performances zu entwickeln. Das dabei entstandene Programm ist eine Mischung aus Gebärdensprach-Performance, Storytelling, Visual Vernacular*, Spoken Word und neuen, kreativen Flirts zwischen Gebärden- und Lautsprache. Die Performances handeln von Tauber Lebensrealität, Erfahrungen von Rassismus, Toxischer Männlichkeit, Elternschaft und vielem mehr – eine Mischung aus Berührendem, Ernstem und Lustigem. Gezeigt wurden die Arbeiten am 17. und 18. Juni 2022 im Festsaal Kreuzberg.

Das nun im Rahmen von “No Limits” präsentierte Filmporträt zeigt Ausschnitte dieser sehr erfolgreichen Abende und gibt unter Verwendung weitere Materialien Einblicke in die politische und künstlerische Arbeit der Gruppe Shut Up and Sign*Speak. Im Anschluss findet ein Artist Talk mit den Protagonist*innen statt, an dem auch das Publikum beteiligt sein wird.

Die Arbeit von Shut Up and Sign*Speak zeichnet vor allem aus, dass ihre Projekte von Tauben und hörenden Menschen gemeinsam entwickelt und geleitet werden. In den 12 Jahren seit der Gründung der Gruppe hat sich der inhaltliche Schwerpunkt verlagert: Weg von der bloßen Gebärdensprach-Übersetzung von Bühnentexten hörender Künstler*innen, hin zur längerfristigen und gleichberechtigten Zusammenarbeit Tauber und hörender Menschen. Dieser Prozess wird zunehmend begleitet durch Sensibilisierungsarbeit, kulturellen Austausch und die Reflexion queerer Identität.

Für dieses Projekt hat das HAU Hebbel am Ufer bereits zum zweiten Mal mit Shut Up and Sign*Speak gearbeitet, nach einer Kooperation über die #TakeHeart Residenzförderung.

*Visual Vernacular stammt aus der ASL (American Sign Language) und bezeichnet eine dem Theater angelehnte Kunstform der physischen Ausdrucksweise, bei welcher Geschichten durch den Einsatz von intensiver Körperbewegung, ikonischer Symbolen, Gesten und Mimik erzählt werden. Es enthält Elemente der Poesie und Pantomime, ist jedoch ein eigenständiger und einzigartiger Stil um die gesamte visuelle Komplexität der Welt darzustellen.

 

Text in leichter Sprache

HandStimmeHerz ist ein Projekt von Shut Up and Sign*Speak. 
Das heißt übersetzt etwa: Halt die Klappe und benutze die Gebärden·sprache.

Das Programm ist eine Mischung aus Gebärden·sprache und gesprochener Sprache.
Es erzählt Geschichten auf eine neue Art. 
Sie werden mit Körper·bewegungen erzählt.
Mit Gesichts·ausdrücken.
Mit Zeichen und Bildern.
Sie erzählen vom Alltag tauber Menschen.
Von Ausgrenzung.
Von Familie.
Von Männlichkeit.
Eine Mischung aus Berührendem, Ernstem und Lustigem.

Team

Materialauswahl Filmportrait: Silvia Gegenfurtner, Swantje Marks / Filmschnitt, Voicen, Untertitel Filmportrait: Florian Köhler / Voicen, Untertitel Filmportrait: Charmaine Callahan / Teilnehmer*innen Q&A: Silvia Gegenfurtner, Swantje Marks, Zara Polat, Meyad Sarsour-Ndaye / Moderation Q&A: Xenia Dürr / Dolmetschung Q&A: Julia Ruf, Ulli Steinseifer

Termine

  • Vergangen
    Sa 12.11.2022, 19:00 / HAU4
Zum Event auf HAU4
Hinweis:

Im Anschluss: Q&A / Deutsche Gebärdensprache mit Dolmetschung in deutsche Lautsprache

Im Anschluss in der HAUthek verfügbar

Credits

Produktion: Shut up and Sign*Speak / HAU Hebbel am Ufer. 

Im Rahmen von “Digitales Labor #2”. Gefördert durch: Kulturstiftung des Bundes im Rahmen von dive.in. Programm für digitale Interaktionen.

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