BBB_ (allapopp & Alex Sahm) “Songs of Cyborgeoisie”
Lenn Blaschke “Candy World”
Laura Cugusi & Machine Yearning “Everything is Computer”
LaTurbo Avedon “Cusp (Outside/Inside)”
Rebecca Merlic “Glitchbodies”
Im Rahmen von “PLAYMODE.EXE”
Begleitend zu den Aufführungen von Fantasia Malware findet in Kooperation mit der DKB Stiftung und Contemporary Arts Alliance Berlin ein Installations- und Diskursprogramm zur dynamischen Verschmelzung von Performance, Kunst und Gaming Culture statt. Gaming ist mehr als Unterhaltung – es ist künstlerische Ausdrucksform, gesellschaftlicher Spiegel und prägende Bildkultur zugleich. Das Programm zeigt, wie Künstler*innen Gaming-Ästhetiken und -Mechanismen in eine visuelle, gesellschaftskritische Sprache transformieren. Dafür wird das HAU3 in einen experimentellen Playground verwandelt, in dem Besucher*innen nicht nur zuschauen, sondern selbst in spielbare Welten eintauchen.
Die Ausstellung “Press Start For Art” zeigt, wie sich Künstler*innen Games aneignen: als Material, als Denkfigur, als Zugang. Während einige Arbeiten sich tatsächlich spielen lassen, nutzen andere Elemente wie Avatare, Interface-Ästhetiken oder Level-Logiken. Dabei entstehen Spielwelten, in denen ganz eigene Regeln gelten. Es geht um Identität, um Kontrolle, um Gesellschaft. Zwischen interaktiven Installationen und Videoarbeiten bewegen sich die Besucher*innen in einem Raum, in dem Selbstermächtigung und Gesellschaftsbilder neu verhandelt werden. In diesem Prozess wird das Spiel zu einem künstlerischen Werkzeug, das uns einen kritischen Blick auf das Zeitgeschehen gewährt.
allapopp ist ein*e interdisziplinäre*r Künstler*in. allapopps queere und nicht-binäre Perspektive konzentriert sich auf tech-positive Visionen der Zukunft und dekoloniale Perspektiven in digitalen Technologien. allapopp arbeitet mit digitalen und sozialen Medien, Performance und Sound, maschinellem Lernen, interaktiven Live-Phygitalen-Formaten und Erfahrungen in VR, AR, XR und im Web. allapopp ist außerdem Mitbegründer*in von TATAR KYZ:LAR. Das HAU hat mit allapopp zahlreiche Projekte verwirklicht u.a. “The House of Monstress Intelligenzia” (2023), “Hyperlove” (2024) und “AŞ” (2025) sowie Produktionen zusammen mit dem Kollektiv dgtl fmnsm.
Lenn Blaschke ist ein interdisziplinärer Medienkünstler, der in Berlin lebt und arbeitet. Seine Arbeit fokussiert sich auf Virtual Reality, Installationen, Games und das Metaversum. Als Beobachter der virtuellen Welt kommentiert er aktuelle (politische) Ereignisse mit multimedialer Konzeptkunst. Blaschke ist Mitbegründer des Medienkollektivs THIS IS FAKE und Gründer von Little Brother e.V., einem Verein für Privatheit, Autonomie und Kunst. Seine Arbeiten wurden im Museum der bildenden Künste Leipzig, NRW-Forum Düsseldorf, Kunstverein Bielefeld und auf Festivals wie DOK Leipzig und ANIFILM gezeigt. Aktuell arbeitet er am Institut für demokratische Kultur (IdK) an der Hochschule Magdeburg-Stendal.
Laura Cugusi ist Künstlerin, Autorin und Forscherin. Ihre Forschung widmet sich der Kartierung von Medienökologien, technologischen Kompetenzen, Governance-Infrastrukturen und institutionellen Strategien der Weltbildung, die die Vorstellungskraft – oder deren Fehlen – in Bezug auf die Zukunft prägen und verfestigen.
machine yearning aka Nada Zanhour arbeitet mit Sound, Video, interaktiven Medien und 3D. Ihre Forschung beschäftigt sich mit Online-Ästhetiken, Internet-Hypernischen, Meme-Kultur und digitalem Militarismus.
LaTurbo Avedon ist Avatar*in und Künstler*in ohne bestimmtes Gender. In den letzten zehn Jahren entwickelte LaTurbo Avedon eine Reihe von Arbeiten, die die wachsende Intensität zwischen Nutzer*innen und virtuellen Erfahrungen beleuchten und kreative Umgebungen schaffen, welche die Bedeutung der im Metaversum gefundenen Erinnerungen vertiefen. Zudem kuratiert und gestaltet LaTurbo Avedon “Panther Modern”, einen dateibasierten Ausstellungsraum, der Kunstschaffende ermutigt, ortsspezifische Installationen für das Internet zu schaffen.
Rebecca Merlic ist eine Digitalkünstlerin, Architektin und experimentelle Filmemacherin, ausgebildet an der Akademie der bildenden Künste Wien und der Tokyo Geidai. Ihre Praxis erforscht immersive virtuelle Räume, digitale Ko-Kreation und soziopolitisches Storytelling aus feministischen und dekolonialen Perspektiven. Ihre Arbeiten wurden bei Ars Electronica, Belvedere 21, dem Nationalmuseum Oslo, der Expo Osaka und bei SLAMDANCE gezeigt und wurden mit dem Marianne-von-Willemer-Preis, dem Theodor-Körner-Preis, dem Content Vienna Award, dem DKB VR Art Prize und einer Ars Electronica Honorary Mention sowie dem 12. World Omosiroi Award 2026 in Osaka ausgezeichnet.
Eine Kooperation von HAU Hebbel am Ufer, CAA Berlin und DKB STIFTUNG. Ko-Kuration: Peggy Schoenegge (peer to space).
Das HAU3 ist leider nicht barrierefrei. Das Theater ist über das Treppenhaus erreichbar (3. Stock). Damit wir unter diesen Gegebenheiten optimalen Service bieten können, wenden Sie sich bitte an unser Ticketing- & Service-Team unter +49 (0)30 259004-27 oder per Email an tickets@hebbel-am-ufer.de.