Mit: Sunhee Bae, Nari Sohn, Ven. Donghwan, Isu Kim Lee (Isu Mignon Mignonne), Tetokun, Jaehun, Cha Yeonså
“Spring Night” entwickelt sich aus dem Motiv des Hundes unter dem Magnolienbaum – der eine Fehlgeburt erleidet, geschlagen wird und schließlich einschläft aus einem Gedicht der südkoreanischen Dichterin Kim Eon Hee.
Die Berliner Fassung, nach einer Uraufführung im tiefsten Winter in Seoul, entfaltet sich als ein Ritual im späten Frühling – als etwas, das von weit her kommt und sich bereits im Verschwinden befindet. In dieser einstündigen interaktiven Performance verschränken sich Stimmen und Klänge mit Gedichtfragmenten, dekonstruierten Lauten und buddhistischen Gesang.
Einsamkeit erscheint hier als geteilter Zustand: Jede*r bleibt in der eigenen Wahrnehmung für sich, ist jedoch in einem kollektiven Rhythmus aus Aufmerksamkeit und Bewegung versammelt.
Spring Night
The dogless
Dog owner stands
Before the dogless
Dog house
From bare magnolia branches
Fist-sized
Skulls
Burst forth, tearing through April’s air
What kind of hole devours babies, then spits out their bones?
Beneath this tree
The dog that kept birthing stillborns
Was beaten
To death
All she wanted was to
Get it over with and
Sleep
— Kim Eon Hee, “Spring Night”
Übersetzt von Soje, 2025
Mit: Sunhee Bae, Nari Sohn, Ven. Donghwan, Isu Kim Lee (Isu Mignon Mignonne), Tetokun, Jaehun, Cha Yeonså
Im Rahmen von “Being Alone – Artistic Perspectives from Central and East Asia and Beyond“, ein Projekt im Rahmen von “Solitude: Loneliness & Freedom”, einer Initiative der Goethe-Institute in Ost- und Zentralasien in Kooperation mit HAU Hebbel am Ufer. Kuratorischer Beitrag von Je Yun Moon. Eine Auftragsarbeit des Goethe-Instituts Korea.
Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Zugang zum Parkett über separaten Eingang mit Lift möglich. Barrierefreie Sanitäranlagen vorhanden.