Dorothée Munyaneza / Cie Kadidi

umuko

15.–17.8.
16.8. ● Beyond the Stage | Moderation: Arlette Louise Ndakoze

    Ab 12 Jahren
    1 h 10 min

    Ein Baum mit zinnoberroten Blüten steht im Mittelpunkt der neuen Arbeit von Dorothée Munyaneza. Der Umuko-Baum gilt in Ruanda traditionell als Heiler und Bewahrer von Geschichten. Er ist ein Symbol für das Band zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und für Munyaneza auch eine Kindheitserinnerung. Zusammen mit fünf jungen ruandischen Künstler*innen feiert sie die Kreativität, den Wagemut und die Freiheit einer neuen Generation: Menschen, die ein gemeinsames Erbe weitertragen, während sie von einer Zukunft träumen, die sich der allgegenwärtigen Gefahr der Zerstörung widersetzt. “umuko” ist ein Werk voller Freude, Liebe und Solidarität. 

    www.ciekadidi.com

    Direkt zum Podcast mit Dorothée Munyaneza


    Tickets

    Normal 27 / 22 / 17 / 11 €
    Ermäßigt 17 / 13 / 10 / 9 €

    Bei Online-Buchungen entstehen Servicegebühren des Dienstleisters Reservix.


    Artist's Note von Dorothée Munyaneza

    „Vor 30 Jahren bin ich aus dem Land meiner Geburt fortgegangen. Seit 30 Jahren lebe ich in neuen Ländern. Seit 30 Jahren schlage ich anderswo Wurzeln.

    Zuerst London, dann Paris, dann Marseille.

    30 Jahre, in denen ich umuko nicht vergessen habe, diesen Baum, der meine Kindheit erhellt. Den Baum, der nur in der Heimatsprache richtig klingt. Dieser hellrote Baum, rot wie die Erde, der mich mit allem verbindet, was beginnt, was verloren ist und wiedergefunden wird, wenn ich zurückkehre, mit allem, was weitergeht …

    Weggehen.

    Zurückkommen.

    Jede Rückkehr nach Ruanda ist wie die Fortsetzung eines Gesprächs mit denen, die heute die Kunstszene bilden, mit der jungen Generation, deren Kreativität, Kühnheit und beharrliches Ringen um Emanzipation im prekären Alltag und seiner Zerbrechlichkeit ich bewundere.

    Weggehen.

    Zurückkommen.

    Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für die Arbeit mit jungen Künstler:innen in Ruanda. Jetzt muss man den Heimatbaum finden, an den wir uns wenden, wenn wir auf den verschlungenen und ertragreichen Pfaden des Schaffensprozesses Stärkung suchen.

    Die Zeit für umuko ist gekommen.“

     

    Dorothée Munyaneza 

    Team

    Künstlerische Leitung: Dorothée Munyaneza / Mit: Jean-Patient Nkubana, Impakanizi, Michael Makembe, Abdoul Mujyambere, Cedric Mizero / Musik: Impakanizi, Jean-Patient Nkubana, Michael Makembe / Ton: Camille Frachet, Aude Besnard / Lichtdesign: Camille Duchemin / Licht: Anna Geneste / Kostümbild & Accessoires: Stéphanie Coudert, Maximilien Muhawenimana, Cedric Mizero / Produktionsmanagement: Virginie Dupray / Bühnentechnik (HAU): Andrea Schöneich, Jörg Fischer, Mohammad Nazeri, Dominik Stillfried, Rike Hilke, Hendrik Voigt / Lichttechnik (HAU): Boris Meier, Ulrich Kellermann, Lea Schneidermann, Klaus Dust, Anna Cackett / Tontechnik (HAU): Matthias Kirschke, Thorsten Hoppe

    Termine

    Vergangen
    • Festivaleröffnung
      Do 15.8.2024, 20:00 / HAU1
    • Fr 16.8.2024, 19:00 / HAU1
    • Sa 17.8.2024, 21:00 / HAU1

    Weitere Informationen

    • Besuchshinweis

      Produktion Cie Kadidi

      Koproduktion Tanz im August / HAU Hebbel am Ufer, Dance reflections by Van Cleef & Arpels, Chaillot – Théâtre National de la Danse, Maison de la Danse Lyon – Pôle Européen de creation, PACT Zollverein, deSingel, Julidans, Kaaitheater, Festival Oriente-Occidente

      Unterstützt durch Institut français in Ruanda und das Goethe-Institut im Rahmen des Deutsch-Französischen Kulturfonds

      Mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Instituts.

    • Audio

    Am 15.8. Festivaleröffnung mit Grußwort von Annemie Vanackere (Intendanz & Geschäftsführung HAU Hebbel am Ufer), Oliver Friederici (Staatssekretär für Gesellschaftlichen Zusammenhalt) und Ricardo Carmona (Künstlerische Leitung Tanz im August)

    Credits

    Spielorte

    HAU1
    Stresemannstraße 29, 10963 Berlin

    Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Zugang zum Parkett über separaten Eingang mit Lift möglich. Barrierefreie Sanitäranlagen vorhanden.

    HAU3000 / Positionen, Projekte, Publikationen

    Blick zurück für heutige Kämpfe

    Nicoleta Esinencu, Nora Dorogan und Tjaša Črnigoj im Gespräch mit Luise Meier

    Wir, das Ungarn des Westens

    Text von Paul B. Preciado

    Paul Preciado beobachtet, wie innerhalb europäischer demokratischer Institutionen zunehmend neofaschistische Laboratorien entstehen ...