Spielfilm, Palästina/Großbritannien/USA/Katar/Frankreich, 2025, 115 Min.
Im Anschluss: Filmgespräch mit Annemarie Jacir
1936: Palästina steht kurz vor einer Revolution. Wütend über die gewaltsame Unterdrückung durch die britische Kolonialherrschaft und den Zustrom zionistischer Siedler*innen, die unter britischer Schirmherrschaft Land in ihren Besitz bringen und die Kontrolle über den Arbeitsmarkt übernehmen, fühlen sich große Teile der einheimischen Bevölkerung, in der Hoffnung auf Befreiung, zum Widerstand gezwungen. In Städten und Dörfern brechen Streiks aus. Männer und Frauen greifen zu den Waffen. In Jerusalem setzt sich Yusuf (Karim Daoud Anaya) für sein Dorf ein, in dem das Leben unter den britischen Umstrukturierungsmaßnahmen unerträglich geworden ist.
Mit der Gleichgültigkeit von Teilen der arabischen urbanen Elite konfrontiert, die sich weder auf die Seite der Revolution stellt, noch sie unterstützt, sind Yusuf und seine Familie gezwungen, sich dem tragischen Schicksal zu stellen, das sie mit der gesamten Nation teilen: ein Schicksal, das von Zerstörung und Vertreibung geprägt ist, aber auch von der unerschütterlichen Entschlossenheit getragen wird, in Freiheit und Würde zu leben.
Jacirs Film ist ein episches Historien-Drama, das die Ursprünge der Nakba und die kolonialen Wurzeln des heutigen Palästinas nachzeichnet. International besetzt mit Schauspieler*innen wie Hiam Abbas, Liam Cunningham und Dhafer L’Abidine, war “Palestine 36” Palästinas offizieller Beitrag für den Besten internationalen Film bei der 98. Oscar-Verleihung 2026.
Das 17. ALFILM wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Rosa-Luxemburg-Stiftung mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) der Bundesrepublik Deutschland, die Friedrich-Ebert-Stiftung, den Rat der Arabischen Botschafter sowie das Leibniz-Zentrum Moderner Orient. In Kooperation mit HAU Hebbel am Ufer.
Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Zugang zum Parkett über separaten Eingang mit Lift möglich. Barrierefreie Sanitäranlagen vorhanden.