Videospiele in einzigartigen performativen Settings zu präsentieren ist das Markenzeichen des Berliner Kollektivs Fantasia Malware, das 2026 mit drei neuen Kurzperformances ins HAU zurückkehrt. Inspiriert von Videospiel-Streams auf Plattformen wie Twitch oder YouTube, entwickelt die Gruppe eigene Videospiele und spielt sie live vor Publikum, wodurch Online-Formen der sozialen Interaktion zu einem gemeinsamen physischen Erlebnis werden. Jede der drei Aufführungen verbindet die Tradition des Vorlesens von Geschichten vor Publikum mit Videospieltechnologie und -kultur. Die Spiele navigieren durch Geschichten über Vermieter*innen, kindliche Welten und Google-Tabellen.
“Mirror Mall: Into the Heavens” folgt der Reise zweier kindlicher Narren, die der Sonne entfliehen wollen, die eine autoritäre Erwachsenenfigur darstellt, die ihre Welt beherrscht. Die Performance basiert auf Erfahrungen als queere Person im christlichen Schulsystem australischer Vororte.
“LANDLORDS” ist die Geschichte eines Lebens, erzählt durch fünf Vermieter*innen. Das Spiel beginnt als schwarz-weißes verpixeltes Gedicht und entwickelt sich zu einem kaleidoskopischen 3D-Traum.
“((sycophant’s sky chart))” ist ein textbasiertes Spiel, das in Google-Dokumenten erzählt wird. Die Performance navigiert durch drei parallele Welten, minimalistisch und immersiv, kohärent und disharmonisch, fantastisch und dysfunktional.
Fantasia Malware ist ein experimentelles Videospiel-Kollektiv bestehend aus Jira Duguid, Chloê Langford und Gabriel Helfenstein mit Sitz in Berlin. Gemeinsam entwickeln sie Videospiele, Live-Performances und Software. Zu ihren jüngsten kollektiven Projekten gehören “SEX! At Alexanderplatz”, “The Life of Saint Fiona Bianco Xena” und “Orchid Collecter”. Seit 2024 arbeitet das Kollektiv mit dem HAU Hebbel am Ufer zusammen und realisiert u.a. gemeinsam die Videospiel-Performance-Reihe “Fever Loop Fountain”.