Spielplan

HUNCHtheatre Belarus, CHEAP, Delo Pi_ Campaign Against Homophobia

P for Pischevsky

MusikPerformance

Deutsch / Englisch / Russisch / ca. 60 Min.

Was passiert, wenn Gesellschaft, Justiz und Gesetz den Tod eines Menschen nicht anerkennen? Wenn ein Hassverbrechen nicht nur eine Familientragödie ist, sondern zum Symbol der Verzweiflung, Trauer, Enttäuschung und Wut der gesamten LSBTIQ*-Community eines Zehn-Millionen-Landes wird? 2020 zeigte sich in Belarus, wie die Ignoranz eines singulären homophoben Mordes ausreichen kann, um das Ausmaß an Gewalt und staatlicher Unterdrückung aufzuzeigen, das alle Bürger:innen betrifft. “P for Pischevsky”, entstanden zwischen Minsk und Berlin, ist eine Kombination aus dokumentarischer Performance und Rave. Sie basiert auf der Mitschrift des Prozesses um den Mord an Mikhail Pischevsky, der 2014 in Minsk nach einer LSBTIQ*-Party angegriffen wurde und nach eineinhalb Jahren im Krankenhaus verstarb. Die Performance verhandelt das widerständige Potenzial, das sich in Theater und Ravekultur entfaltet, wenn sie zu Orten der Selbstbestimmung werden.

Team

Regie: Vladimir Shcherban (BY/UK) / DJ, Sound-Design: Gleb Kovalski (BY/UA/DE) / Performance: Maryna Shukiurava (BY/UA/GE), Oliver Bennett (UK), Jos McKain (US/DE), Susanne Sachsse (via Video) (DE) / Live-Visuals: Misha Ksiushina (BY) / Bühnenbild: Şenol Şentürk (DE) / Lichtdesign: Martin Siemann (DE) / Motion Graphics und Videoproduktion: Motis Studio, CHEAP / Produktion: Andrei Zavalei (BY/DE) / Übersetzung RU/DE: Lydia Nagel / Übersetzung RU/EN: Darya Romanovich / Porträt: Hanna Kruk (BY) / Wordmark-Logo-Design: Olga Luchanok (BY/DE)

Termine

  • Vergangen
    Premiere
    Do 21.4.2022, 20:00 / HAU2
    Fr 22.4.2022, 20:00 / HAU2
Hinweis:

Die Performance enthält Szenen, die Gewalt und den Zustand eines verletzten Körpers beschreiben. 
Es kommen abrupte Lichtwechsel und blendende Lichteffekte vor. 

Credits

Produktion: HUNCHtheatre Belarus (Minsk) und CHEAP (Berlin) in Zusammenarbeit mit Delo Pi_ Campaign Against Homophobia. Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer. Gefördert durch: Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), Goethe-Institut (Internationaler Koproduktions-Fonds). Unterstützt durch: Between Bridges Foundation.

Spielorte

HAU2
Hallesches Ufer 34, 10963 Berlin

Rollstuhlfahrer*innen bitten wir, ihren Besuch bis spätestens einen Tag vor der Vorstellung anzumelden. Wir danken für Ihr Verständnis. Bitte wenden Sie sich bitte an unser Ticketing- & Service-Team unter +49 (0)30 259004-27 oder per Email an tickets@hebbel-am-ufer.de.

HAU3000 / Positionen, Projekte, Publikationen

Wir, das Ungarn des Westens

Text von Paul B. Preciado

Paul Preciado beobachtet, wie innerhalb europäischer demokratischer Institutionen zunehmend neofaschistische Laboratorien entstehen ...