Leila Hekmat

Roses Rising – The Dinner

  • Theater
Englisch /  mit deutschen und englischen Übertiteln /  ca. 90 Min.

Vier Gäste, ein opulentes Dinner und die Sehnsucht nach Rebellion. Was als bürgerliches Ritual beginnt, kippt in Rausch, Wahn und Revolutionsfantasie. Leila Hekmat inszeniert eine bildgewaltige Performance zwischen Komödie und musikalischem Tableau vivant.

“Pick your pussy up off that floor and make yourself a drink.”

Nach dem großen Erfolg von “Gloriette”, ihrer ersten Arbeit für einen Theaterraum, inszeniert Leila Hekmat nun ihre zweite Bühnenproduktion im HAU. In der Performance “Roses Rising – The Dinner” bringt die in Berlin lebende Künstlerin und Regisseurin eine rauschhafte Dinnerparty auf die Bühne, bei der vier selbstbezogene Gäste sich ihren erschöpften Hoffnungen auf kollektives Handeln stellen. Was als bürgerliches Ritual beginnt, entgleitet in sich hochschaukelnde Wahnvorstellungen, narzisstischen Handlungsdrang, gepaart mit Selbstzweifeln und einer aufrichtigen Sehnsucht nach Widerstand.

Mit handgefertigten detailreichen Kostümen und Bühnenbildern entfaltet sich “Roses Rising” in Hekmats eigenwilligem Stil, der Komödie, musikalisches Tableau vivant und Performance verbindet. Ausgehend von umfassenden Recherchen und gesammeltem Material zur Protestkultur der 1970er Jahre entsteht eine performative Collage, die in einem kollaborativen Prozess gestaltet wird – gemeinsam mit der Choreografin und Tänzerin Shade Théret und der Performerin und Musikerin Roman Ole, die in Zusammenarbeit mit Roman Lemberg die Musik komponiert und die musikalische Leitung übernimmt.

“Roses Rising” wird als zweiteilige Performance in Zusammenarbeit mit dem Gropius Bau präsentiert und beleuchtet die bewussten und unbewussten Strategien, mit denen Menschen auf die Krisenhaftigkeit der Welt reagieren. Die Bühnenproduktion “The Dinner” folgt auf “The Movement”, das am 6. und 7. März im Lichthof des Gropius Bau den performativen Aufstand zeigt, den die dekadente Dinnerparty heraufbeschwört.

Team

Text, Regie, Kostüme und Bühnenbild: Leila Hekmat / Musikalische Leitung und Komposition: Roman Ole, Roman Lemberg / Choreografie: Shade Théret / Performance: Diamond Stingily, Jette Loona Hermanis, Roman Ole, Shade Théret, Mickey Mahar / Band: Alabapia, Enna Lesch, Leela Faude / Licht: Anne Meeussen, Hendrik Borowski / Leitung Kostümschneiderei: Elsa Leguévaques / Kostümschneiderei: Monika Martynow, YouJung Kim, Grace Kim / Kollaboration Tische und Stühle: Niël Meyer / Haare und Make-up: Kenny Campbell / Sound: Xavier Perrone / Dramaturgie: Antonia Rohwetter / Dramaturgische Beratung: Aenne Quiñones / Regieassistenz: Richard Gersch, Noah Lichtblau / Technische Leitung und Licht: Hendrik Borowski / Produktion: Anja Weigl / Hospitanz: Alicja Waliczek, Sara Kanarski / Übersetzung Übertitel: Gerd Sulzenbacher / Übertitel: Panthea

Termine

Aktuell
  • Premiere
    Mi 15.4.2026, 20:00 / HAU1
  • Do 16.4.2026, 20:00 / HAU1
  • Fr 17.4.2026, 19:00 / HAU1
  • Sa 18.4.2026, 20:00 / HAU1

Weitere Informationen

Besuchshinweis

Sexuelle Handlungen, Pädophilie, Drogenkonsum, Krieg und Armutserfahrungen werden auf der Bühne satirisch verbal thematisiert. Es gibt Momente vollständiger Dunkelheit. Empfohlen für Zuschauer*innen ab 16 Jahren.

18.4., 14:00: Performative Bühnenführung für Mädchen, junge Frauen und queere Jugendliche ab 12 Jahren
Im Anschluss an die Vorstellung am 18.4.: Party im WAU mit Hexarlequinette (Jette Loona Hermanis)

Preis: 12–35 €, ermäßigt 9–22 €

Credits

Produktion: Leila Hekmat. Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer. Gefördert durch: Hauptstadtkulturfonds. Unterstützt durch: Gropius Bau, Galerie Isabella Bortolozzi.

Spielorte

HAU1
Stresemannstraße 29, 10963 Berlin

Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Zugang zum Parkett über separaten Eingang mit Lift möglich. Barrierefreie Sanitäranlagen vorhanden.

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