Kimberlé W. Crenshaw, Alice Hasters, Cengiz Barskanmaz

On Justice #10: Racial (In)Justice in Authoritarian Times

  • Dialog
Englisch /  ca. 90 Min.

Kimberlé W. Crenshaw ist eine der einflussreichsten Denker*innen unserer Zeit. Als Mitbegründerin der Critical Race Theory prägte sie 1989 maßgeblich den Begriff der Intersektionalität und machte damit die Überschneidung verschiedener Formen von Ungleichheit und Diskriminierung – etwa Rassismus, Sexismus und Klassismus – sichtbar und schrieb damit Geschichte. 

Am HAU wird sie mit der preisgekrönten Autorin von “Anti Opfer”, Alice Hasters, und dem Juristen Cengiz Barskanmaz ins Gespräch kommen. Die Publizistin Alice Hasters schreibt und publiziert insbesondere über Identität, Rassismus, Feminismus und Intersektionalität. Cengiz Barskanmaz ist auf Recht und Antidiskriminierung spezialisiert und ist Autor von “Recht und Rassismus: Das menschenrechtliche Verbot der Diskriminierung aufgrund der Rasse”.

Im Zentrum ihrer Diskussion steht der sich verschärfende Angriff auf intersektionale Antidiskriminierungspolitiken vor dem Hintergrund autoritärer Tendenzen in den USA und in Deutschland. Crenshaw beschreibt wie ausgrenzender Nationalismus, Versicherheitlichung und Unterdrückung von Protesten sowie migrationsfeindliche Politik langjährige rassistische Ungleichheiten verschärfen. Gleichzeitig schrumpfen die Freiräume für akademische Freiheit und Zivilgesellschaft und schränken genau jene rechtlichen Rahmenbedingungen ein, die dazu dienen, rassistische Ungleichheiten zu bekämpfen. Die Architektur dieser juristischen und diskursiven Regression wird analysiert und auch im Kontext von Crenshaws gerade neu erschienenen Memoiren “Backtalker: An American Memoir” gesetzt.

 

Kimberlé W. Crenshaw ist eine wegweisende Denkerin und Autorin zu den Themen Bürger*innenrecht, Schwarze feministische Rechtstheorie, Rassismus und Recht. Sie ist Mitbegründerin und eine führende Vertreterin der intellektuellen Bewegung Critical Race Theory und zudem bekannt für die Einführung und Weiterentwicklung des Konzepts der Intersektionalität. Sie ist Distinguished Professor of Law und Inhaberin des Promise Institute Chair in Human Rights an der University of California, Los Angeles, Isidor and Seville Sulzbacher Professor of Law an der Columbia Law School sowie Mitbegründerin und Geschäftsführerin des African American Policy Forum. Crenshaw schreibt regelmäßig für “The New Republic”, “The Nation” und “Ms.” und moderiert den Podcast “Intersectionality Matters!”.

Alice Hasters ist Kulturkritikerin und Autorin der Bücher “Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten” (2019, hanserblau), “Identitätskrise” (2023, hanserblau) und “Anti Opfer. Warum wir Verletzlichkeit verachten” (2026, Ullstein). Als Redakteurin war sie bis 2021 für die “Tagesschau” und “Jetzt mal konkret” (rbb) tätig, bis 2022 als Host für “Einhundert – Storys mit Alice Hasters” (Dlf Nova). Mit ihrer Freundin Maxi Häcke produziert und präsentiert sie seit 2016 den Podcast “Feuer & Brot” über aktuelle Themen aus Popkultur, Politik und Gesellschaft. 

Prof. Dr. Cengiz Barskanmaz, LL.M., ist Professor für Recht der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Fulda. Zu seinen Fachgebieten zählen: Verfassungsrecht, Menschenrechte, Antidiskriminierungsrecht, Critical Race Theory, Rassismus, Postkolonialismus und Intersektionalität. In seiner aktuellen Forschung befasst er sich mit Rassismus und struktureller Diskriminierung im Strafrechtssystem.

Termine

Aktuell
Do 11.6.2026, 19:30 / HAU1

Preis: 18 €, ermäßigt 12 €

Credits

Eine Diskussionsreihe des HAU Hebbel am Ufer in Kooperation mit dem ECCHR (European Center for Constitutional and Human Rights). Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Spielorte

HAU1
Stresemannstraße 29, 10963 Berlin

Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Zugang zum Parkett über separaten Eingang mit Lift möglich. Barrierefreie Sanitäranlagen vorhanden.

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