Raumstrategien (weißensee kunsthochschule berlin)

Spielraum

  • Game
  • Installation
  • Performance

Das Wort “Spielraum” steht sowohl für einen Ort des Spiels als auch für einen Möglichkeitsraum – einen Raum zwischen Regel und deren Überschreitung. Indem es sich dieser Mehrdeutigkeit annimmt, betrachtet dieses Projekt den Spielplatz als einen räumlichen Apparat, durch den organisierte Freiheit und Zugehörigkeit hinterfragt werden.

Entworfen von Studierenden des Masterstudiengangs Raumstrategien an der weißensee kunsthochschule berlin, entfaltet sich “Spielraum” zwischen HAU, M40 und dem umliegenden Viertel um den Mehringplatz in Kreuzberg, einem Ort, der von den Versprechungen der Stadtentwicklung und dem Druck der Verdrängung geprägt ist.

Eine kollektive, modulare Struktur – eine Art Wesen oder Baukasten auf Rädern – zielt darauf ab, den öffentlichen Raum als gemeinsamen Lebensraum neu zu vernetzen. Als parasitäres Gefäß verwischt sie institutionelle Grenzen und lädt zu unvorhergesehenen Begegnungen ein. Durch Spiele – angeregt durch Objekte, Performances, Klang und publizistische Praktiken – eröffnet es Raum für Experimentierfreudigkeit, Spontaneität und eine Neudefinition dessen, wer spielen darf und wie.

Das Spiel entpuppt sich als Probe der Freiheit: eine kollektive Praxis, die Grenzen auslotet und das Recht zurückerobert, anders zu erscheinen, sich zu versammeln und Raum einzunehmen.

Dieses Projekt wird im Rahmen der Seminare “Carrying the City Otherwise” von Prof. Pauline Doutreluingne und “Elsewhere in Berlin: Architecture as Storyteller” von Tonderai Koschke im Masterstudiengang Raumstrategien an der Weißensee Kunsthochschule Berlin im Sommersemester 2026 realisiert.

Beitragende:
Fadi Aljabour
Alina-Aljosha Anufrienko
Walla Capelobo
Zéna Chite
Beo Da Silva
Bruno De Marco
Marie Dewey
Sumona Dhakal
Ana Júlia Fortes
Ana Gabriela García
Claudia H
Daniele Paris
Dré Philippens
Anne Nascimento
MN Reyna
Claudia Redka
Léna Serdjebi
Julia Siebeky
Yumo Cheng

Termine

Aktuell
Fr 26.6.2026, 18:00 / M40 + Outdoor

Credits

Im Rahmen von “Berlin bleibt #5”, einem Festival des HAU Hebbel am Ufer. Gefördert durch: Hauptstadtkulturfonds.

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