Tianji Yu

Ping Pong

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Chinesisch /  Mit englischen Untertiteln / 

Ein Pingpong-Spiel wird zur Metapher für Nähe und Entfremdung: Regisseur Tianji Yu spricht mit einer KI über verlorene Freundschaft, politische Brüche und Körperlosigkeit. Aus dem Dialog entsteht eine poetische Reflexion über Erinnerung, Abwesenheit und den Menschen als politisches Wesen.

Das Offensichtliche eröffnet den Film: Die Körperlosigkeit der KI – sie kann kein Pingpong mit dem Regisseur Tianji Yu spielen. Aber wäre es für den Künstler denkbar, sich mit dem ehemaligen Freund und Spielkameraden, der heute Trump wählt, zum Pingpong zu verabreden? Hat der Freund durch seine politische Fremdheit und physische Abwesenheit dieselbe Körperlosigkeit wie die KI? Ist diese Abwesenheit unüberwindbar – die der KI und die des Freundes? 

Es entsteht ein Pingpong-Gespräch, in dem die KI durch die Erinnerungen und Überlegungen des Regisseurs zu einem tatsächlichen Ersatzpartner wird. Zu einem Partner, der eine langsame Annäherung an die verlorene Freundschaft ermöglicht und Reflexionen über den Menschen als politisches Wesen ermöglicht. Tianji Yu fesselt uns visuell, durch die poetischen Schichten der Bildgestaltung: Der Film startet mit dokumentarischen Aufnahmen, die durch einen verzerrenden Spiegel verfremdet werden, und wechselt dann zu einem bewegten Gemälde aus einfachen, semi-realistischen 3D-Animationen, die wie hinter einem Pinselstrich-Filter ablaufen.

Termine

Aktuell
Mo 16.3.2026, 17:00 / HAU4
Hinweis:

Preis: 5 €
Im Anschluss in der HAUthek auf www.HAU4.de verfügbar

Credits

Produktion: Tianji Yu.

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