Spielplan

Joana Tischkau

YO BRO

Performance

Deutsch / Englisch / ca. 90 Min.

“For Black Individuals, Childhood can feel very nostalgic because once you become aware of the gravity of your identity, you can never go back. (…)” – Mithsuca Berry (Bildende*r Künstler*in)

Beyoncé und Jay-Z, "The Simpsons”, “Der Prinz von Bel-Air”, “Eine schrecklich nette Familie”, “Das Familien-Duell” oder The Kelly Family – gesellschaftliche Vorstellungen von Familie sind oftmals durch (pop)-kulturelle Repräsentationen gefestigt. Obwohl es naheliegend scheint, dass Verwandtschaft und nahe, intime, verwandtschaftsähnliche Beziehungen auch abseits physiognomischer Gemeinsamkeiten funktionieren, erleben nicht-weiße, aber auch queere Personen immer wieder, wie ihnen diese Verbindung bei nicht-sichtbaren Ähnlichkeiten abgesprochen wird.  Die HAU-Koproduktion “YO BRO” hinterfragt gängige normative Darstellungen von Familie, indem es diese spielerisch aufgreift und verzerrt. Die Choreografin und Performerin Joana Tischkau erforscht in dieser Arbeit zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Aljoscha Tischkau, der als Sozialpädagoge tätig ist, kultur- und kunstgeschichtliche Repräsentationen von Verwandtschaftsverhältnissen. Mittels des performativen Potenzials ihrer Körper kreieren sie Bilder von Ähnlich- und Andersartigkeit und erzählen so Familiengeschichte(n) neu.

Team

Regie: Joana Tischkau / Performance: Joana und Aljoscha Tischkau und Familienmitglieder aus Berlin / Bühne: Carlo Siegfried / Kostüme: Nadine Bakota / Sounddesign: Frieder Blume / Dramaturgie und Künstlerische Mitarbeit: Elisabeth Hampe / Künstlerische Mitarbeit: Nuray Demir / Video & 3D Animation: Sondi / Lichtdesign & Technische Leitung: Hendrik Borowski / Assistenzen: Laura-Marie Preßmar, Ina Trenk, Katharina Kraatz / Produktionsleitung, Distribution Joana Tischkau: Lisa Gehring

Termine

  • Aktuell
    Fr 9.12.2022, 19:00 / HAU2
    Sa 10.12.2022, 19:00 / HAU2
    So 11.12.2022, 17:00 / HAU2
Hinweis:

Im Anschluss an die Vorstellung am 10.12.: Artist Talk

Credits

Produktion: Joana Tischkau, Künstler*innenhaus Mousonturm, Schauspiel Frankfurt. Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer, Festspielhaus St. Pölten / Tangente St. Pölten – Festival für Gegenwartskultur, tanzhaus nrw, Kampnagel Hamburg, Schlachthaus Theater Bern, Gessnerallee Zürich, 11. Festival Politik im Freien Theater in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Künstler*innenhaus Mousonturm, Schauspiel Frankfurt, Festival-AG, einem Netzwerk der lokalen Freien Szene in Frankfurt. Gefördert durch: Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.

HAU3000 / Positionen, Projekte, Publikationen

Wir, das Ungarn des Westens

Text von Paul B. Preciado

Paul Preciado beobachtet, wie innerhalb europäischer demokratischer Institutionen zunehmend neofaschistische Laboratorien entstehen ...