Von: Lina Machida / Bass: Tiroru
“The Room for Street Speech” ist eine Dreikanal-Videoinstallation von Lina Machida. Ausgehend von ihrer eigenen Erfahrung von Einsamkeit, die in ihrem Stottern begründet liegt, vermittelt Machida in einer handgezeichneten Animation sowohl die Frustration über die Unfähigkeit zu kommunizieren als auch den rohen Drang, es immer wieder zu versuchen.
Fragmente ihrer inneren Landschaft erscheinen und verschwinden nacheinander in einem Ablauf, der alles andere als fließend ist. Die stockenden, ungleichmäßigen Bilder, begleitet von unbeholfener Sprache und dissonanten Klängen, erzeugen Unbehagen, während sie sich wie ein Übergangsritus aus den Tiefen des Selbst hin zur Außenwelt entfalten.
Lina Machida machte ihren Abschluss an der Tokyo University of the Arts, Graduate School of Film and New Media, Department of Animation im März 2023. Nach dem Tod eines Familienmitglieds schuf Lina Machida Werke zum Thema Verlust. Um die Geschichten der Vergangenheit zu bewahren, verwendet sie eine Vielzahl von Medien wie Animation, Video, Glas, Licht und Elektronik. Ihre Motive sind imaginäre Bilder von nicht-entwickelten Filmstreifen, ausrangierten Game-CPUs, Poltergeister und Narrative, die sich auf einer Linie aneinanderreihen. Derzeit entwickelt sie ein neues Werk, das bei der Eröffnung des Festivals of Animation Berlin im September uraufgeführt werden soll, sowie ein weiteres Werk, das im unterirdischen Luftschutzbunker des The Terminal Kyoto gezeigt wird.
Von: Lina Machida / Bass: Tiroru
Im Rahmen von “Being Alone – Artistic Perspectives from Central and East Asia and Beyond“, ein Projekt im Rahmen von “Solitude: Loneliness & Freedom”, einer Initiative der Goethe-Institute in Ost- und Zentralasien in Kooperation mit HAU Hebbel am Ufer. Kuratorischer Beitrag von Sumi Hayashi.