Von: Lina Machida / Bass: Tiroru
3-Kanal-Videoinstallation
“The Room for Street Speech” ist eine Dreikanal-Videoinstallation von Lina Machida. Ausgehend von ihrer eigenen Erfahrung von Einsamkeit, die in ihrem Stottern begründet liegt, vermittelt Machida in einer handgezeichneten Animation sowohl die Frustration über die Unfähigkeit zu kommunizieren als auch den rohen Drang, es immer wieder zu versuchen.
Fragmente ihrer inneren Landschaft erscheinen und verschwinden nacheinander in einem Ablauf, der alles andere als fließend ist. Die stockenden, ungleichmäßigen Bilder, begleitet von unbeholfener Sprache und dissonanten Klängen, erzeugen Unbehagen, während sie sich wie ein Übergangsritus aus den Tiefen des Selbst hin zur Außenwelt entfalten.
Lina Machida schloss ihr Studium an der Tokyo University of the Arts im Jahr 2023 ab. Nach dem Verlust eines Familienmitglieds aufgrund von ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) begann sich Machida für den “frustrierten Körper” zu interessieren. Sie arbeitet vorwiegend mit bewegten Bildern als Medium und schafft Installationen und Filme. Im vergangenen Jahr schuf sie den Eröffnungsfilm für das Festival of Animation Berlin sowie die Präsentation von “Clearly Blurry” (2024) im Ausstellungsformat und “The Room for Street Speech” für die Ausstellung “Hitori(bocchi)”, die im unterirdischen Luftschutzbunker des The Terminal Kyoto gezeigt wurde.
Von: Lina Machida / Bass: Tiroru
M40
Im Rahmen von “Being Alone – Artistic Perspectives from Central and East Asia and Beyond“, ein Projekt im Rahmen von “Solitude: Loneliness & Freedom”, einer Initiative der Goethe-Institute in Ost- und Zentralasien in Kooperation mit HAU Hebbel am Ufer. Kuratorischer Beitrag von Sumi Hayashi.